Oftringen
Balkonbrand mit Folgen: 1.-August-Unfall kommt Mieter teuer zu stehen

Wer beim Umgang mit Feuerwerk nicht aufpasst, spielt im wahrsten Sinn des Wortes mit dem Feuer – und kann dafür belangt werden, wie ein Beispiel aus Oftringen zeigt.

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Vor einem Jahr verwüstete ein Brand den Balkon von Sven Jasmin J. in Oftringen. Eine 1.-August-Lampion hatte Feuer gefangen. Rasch breiteten sich die Flammen aus. Sven J. musste mit Verbrennungen ins Spital. Es entstand ein Sachschaden von mehreren Zehntausend Franken.

Das Feuer war ausgebrochen, als die Bewohner das Haus verliessen, um das Feuerwerk zu sehen. Eine Unachtsamkeit, die nun auch juristische Folgen hat: Die Staatsanwaltschaft hat Jasmin J. zu einer bedingten Geldstrafe von 90 Tagessätzen und einer Busse von 1500 Franen verurteilt, wie Tele M1 berichtet.

Die Bewohnerin sei verantwortlich für die Lampions gewesen, die noch dazu in der nähe von brennbaren Materialen hingen, begründet Elisabeth Strebel, Sprecherin der Aargauer Staatsanwaltschaft, das Urteil. «Der Punkt war, dass man die Wohnung verlassen hat und die Lampions zurückliess», so Strebel gegenüber Tele M1.

Fenster schliessen

Damit es am Nationalfeiertag zu keinen bösen Überraschungen kommt rät die Polizei zur Vorsicht im Umgang mit Feuerwerk. Regel Nummer eins: Genügend Abstand zu anderen Personen, Gebäuden und auch zu Wäldern.

«Es ist auch wichtig, die Gebrauchsanweisung genau zu lesen», betont Bruno Gribi, Sprecher der Solothurner Kantonspolizei. Aus Sicherheitsgründen sollten auch Fenster – insbesondere Dachfenster – geschlossen und Sonnenstoren eingerollt werden. (cze)