Wer sich bei Sportveranstaltungen oder Kundgebungen nicht an die Anweisungen der Polizei hält, soll künftig gebüsst werden können. Aufgrund einer CVP-Motion im Grossen Rat prüft der Regierungsrat eine entsprechende Anpassung des Polizeigesetzes.

Diese hatte «wirkungsvolle gesetzliche Grundlagen im Einsatz gegen Randalierer und Hooligans» verlangt. Vorgesehen ist nun ein System, ähnlich dem bei kleineren Verkehrsdelikten. Dabei wird gegenüber dem Täter auf der Stelle eine Busse verhängt, die sofort oder innerhalb von 30 Tagen bezahlt werden kann.

Ausschreitungen und wüste Szenen nach FCA - FCB

16.05.2014: So berichtet TeleM1 über die Ausschreitungen und wüsten Szenen nach dem Match FC Aarau - FC Basel

Darüber hinaus prüft die Regierung, ob ein Vermummungsverbot in Stadien wie dem Brügglifeld in Aarau erlassen werden soll. Heute gilt ein solches Verbot nur im öffentlichen Raum. Die CVP hatte eine Ausweitung verlangt, dies mit dem Hinweis, dass sich gerade im Stadion oft Hooligans vermummen, um unerkannt Pyros zu zünden oder zu randalieren.

In den letzten Jahren hätten solche Vorfälle zugenommen, deshalb will die Regierung das Thema bei der Revision des Polizeigesetzes angehen. Obwohl ein solches Verbot schwer durchzusetzen wäre, verspricht sie sich davon eine präventive Wirkung.

Nicht randaliert haben mehrere Personen, die am 25. April am Bahnhof Aarau von der Polizei kontrolliert und dann auf dem Posten festgehalten wurden. In der Antwort auf eine Interpellation von zwei Grünen-Grossräten räumt die Regierung ein, es seien auch Unbeteiligte betroffen gewesen. Für künftige Einsätze werde die Polizei «die Möglichkeiten einer Sichtung und Trennung vor Ort verbessern». (fh)