Statistik-Serie Aargau

Badener, ledig, sucht....Wo die meisten unverheirateten Männer und Frauen wohnen

Wo im Aargau die meistenLedigen zuhause sind

Wo im Aargau die meistenLedigen zuhause sind

In einer zehnteiligen Serie verraten wir Ihnen mit interaktiven Karten und Grafiken interessante, überraschende und lustige Fakten und Zahlen über den Kanton Aargau. Heute Teil 4: Die Statistik gibt einen nicht ganz ernst gemeinten Einblick, in welchen Gemeinden Singles am ehesten auf Ledige treffen können.

Lässt sich aus den Zahlen des Statistischen Jahrbuchs 2015 herauslesen, wo man hingehen sollte, wenn man auf der Suche nach einer Beziehung ist? So einfach ist es nicht. Denn die Zahlen schliessen sowohl Kinder als auch Personen in nicht eingetragenen Partnerschaften mit ein. Doch vielleicht geben sie einen ersten (nicht ganz so ernsten) Anhaltspunkt, wo Singles am ehesten fündig werden.

Grafik: Elia Diehl

Interkantonaler Vergleich der Ledigen-Quote

In der Schweiz gibt es 3,6 Millionen ledige Personen, also 43,6 Prozent der Gesamtbevölkerung. Im Aargau, wo 271'914 Ledige leben, ist die Quote mit 42,1 Prozent etwas tiefer.

Mit einer Ledigen-Quote von 39,8 Prozent leben im Kanton Basel-Landschaft die wenigsten und im Kanton Genf mit einem Anteil von 45.9 Prozent die meisten Ledigen (Stand 2014).

Ledige in Aargauer Gemeinden

Ein genauerer Blick auf die Aargauer Gemeinden ist wesentlich ergiebiger. Die nachfolgende interaktive Karte zeigt, in welcher Gemeinde wieviele Ledige anzutreffen sind:

Bessere Ansicht für PC-Nutzer: Klicken Sie in der Grafik auf dieses Symbol Fullscreen, um die Karte in voller Grösse zu sehen.


Sie können drei unterschiedliche Darstellungen wählen: (1) Alle Ledigen, (2) ledige Frauen und (3) ledige Männer. Für eine aussagekräftige Karte wählen Sie jeweils nur einen Layer aus.

Grafik: Elia Diehl

Interaktive Karte: Wo im Aargau die meisten Ledigen wohnen

Baden top, Böbikon flop

In den Städten Baden und Aarau, sowie im Unteren Freiamt sind überdurchschnittlich viele Ledige anzutreffen. In welchen Gemeinden am wenigsten Ledige wohnen, ist ebenfalls in der folgenden Rangliste ersichtlich:

Grafik: Elia Diehl

Die Gemeinden mit den meisten/wenigsten Ledigen

Stadt und Land auf Spitzenplätzen

Das statistische Jahrbuch zieht Kinder und Personen, die nicht in einer eingetragenen Partnerschaft leben, in die Statistik der ledigen Personen mit ein. Darum lohnt es sich, die Anzahl Kinder in den Spitzenreiter-Gemeinden abzuziehen, um annähernd herauszufinden, ob die Gemeinden ihren erzielten Plätzen auch gerecht werden.

In Baden sind 9144 der 18'915 Einwohner ledig. Werden davon die Kinder abgezogen, wohnen noch 5797 Ledige in der Bäderstadt. Umgerechnet heisst das: 37,2 Prozent aller Erwachsenen in Baden sind ledig. Das ist Kantonsrekord: Im Gesamt-Aargau liegt die Ledigen-Quote nach Abzug der Kinder mit 26,6 Prozent rund zehn Prozent tiefer.

Warum gibt es ausgerechnet so viele Ledige in Baden? Die Stadt sei geprägt von der Altersgruppe der jungen Erwachsenen zwischen 20 und 35 Jahren, heisst es im Planungsbericht 2014 der Stadt Baden.

Der niedrige Familienanteil sei typisch für die städtisch geprägte Gemeinde, heisst es weiter. Ledige und somit auch Singles bevorzugen demnach das Stadtleben. Trotzdem sind sie nicht nur in urbanen Gebieten anzutreffen. 

Wer eher auf den ländlichen Typ steht, sollte auf der Suche nach der Liebe unbedingt einen Besuch im Unteren Freiamt einplanen. Mit Beinwil, Oberrüti und Dietwil sind gleich drei Freiämter Gemeinden in den Top 5 vertreten.

In ländlichen Gebieten befinden sich auch die Gemeinden mit den wenigsten Ledigen. So sollten Liebeshungrige um Böbikon (32,7 Prozent, Bezirk Zurzach), Olsberg (34,7 Prozent, Bezirk Rheinfelden), Biberstein (35,7 Prozent, Bezirk Aarau), Möhntal (35,7 Prozent, Bezirk Brugg) und Elfingen (36,5 Prozent, Bezirk Brugg) einen grossen Bogen machen. 

Eine Erklärung für die tiefen Ledigen-Quoten findet, wer das Durchschnittsalter der Gemeinden genauer betrachtet. Faustregel: Je älter die Einwohner im Schnitt, desto weniger Ledige im Dorf. Mit ihrem gesetzteren Durchschnittsalter haben die meisten Böbiker und Olsberger die Partnersuche schon hinter sich. Viele sind längst verheiratet, bereits geschieden oder verwitwet.

In Geschlechter aufgeteilt

Wird die Rangliste nach Geschlechter aufgeteilt wird ersichtlich, dass in Mandach verhältnismässig am meisten ledige Männerherzen zu erobern sind. In Biberstein dagegen gibt es am wenigsten ledige Männer.

Die meisten ledigen Frauen leben in der Freiämter Gemeinde Abtwil. Die rote Laterne hält auch hier Böbikon.

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