Littering
Badegäste hinterlassen Abfallberge am Hallwilersee

Die heissen Temperaturen haben am Wochenende massenweise Badefreudige an den Hallwilersee gezogen. Dies führte nicht nur zu Platzproblemen, sondern auch zu Müllbergen. Hallwilersee-Ranger Peter Wyss ist schockiert.

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Am Wochenende führte das erhöhte Besucheraufkommen am Hallwilersee zu überfüllten Mülleimern. Viele Badegäste liessen daraufhin gleich alles liegen.

Am Wochenende führte das erhöhte Besucheraufkommen am Hallwilersee zu überfüllten Mülleimern. Viele Badegäste liessen daraufhin gleich alles liegen.

instagram.com/halwillersee

Viele Badegäste suchten an diesem Wochenende nach einer Abkühlung am Hallwilersee. Der Ansturm war enorm. Davon weiss Hallwilersee-Ranger Peter Wyss zu berichten. Er hat schon früh gespürt, dass es eng werden würde. Bereits am Morgen um 9.30 Uhr hätten die Badegäste auf der Luzerner Seite kaum mehr Plätze gefunden und sich an die Ranger gewandt. Doch was den Ranger schockierte, waren nicht die vielen Menschen, sondern die Abfallberge, die sie hinterlassen hatten.

Gegenüber Radio Argovia erzählt Peter Wyss: «Das hat bei Weitem alles übertroffen: Als sie gegangen sind, hat es ausgesehen, als ob eine Bombe eingeschlagen hätte.» Die Abfallkübel seien durch das hohe Besucheraufkommen schon sehr früh überfüllt gewesen. Für die Müllberge neben den Kübeln brachte der Hallwilersee-Ranger sogar noch Verständnis auf. Die Gruppen, die später an den See pilgerten, hätten sich jedoch gar nicht mehr erst die Mühe gemacht, zu den Kübeln zu gehen, sondern hätten alles an Ort und Stelle ringsum auf der Wiese liegen gelassen. Von Melonen über Einweggrills bis zu Colaflaschen oder Redbulldosen sei alles dabei gewesen, so Wyss.

Auch in den Sozialen Medien waren nach dem Wochenende die Bilder der zugemüllten Grünflächen zu sehen.

Wieso ist das Abfallproblem am Hallwilersee am Wochenende so ausgeartet? Da kann Ranger Wyss nur spekulieren. Er glaubt, es sei vor allem eine Frage der Erziehung bei den jüngeren Besuchern. Für sie scheine es selbstverständlich, dass sie ihren Abfall liegen lassen können und sich jemand anders um die Beseitigung kümmert.

Die Bilder und Berichte befeuern die Forderungen nach einer schnellen Inkraftsetzung des neuen Aargauer Litteringgesetzes. Dieses sieht eine Busse von 300 Franken für Abfallsünder vor. Damit verbunden ist die Hoffnung, dass wenigstens durch abschreckende Massnahmen Verantwortung übernommen wird.

(mon)

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