500 Karpfen will Baumann einmal aussetzen. Bis er die ersten Fische aus dem Wasser holen kann, dauerts noch einige Jahre: Der Teich muss sich erst mit Wasserpflanzen beleben, denn Baumanns Fische sollen sich von Pflanzen und Insekten ernähren können. Vor zwei Jahren wurde der Teich gebaut. Die Feuerwehr pumpte dafür 4000 Kubik Wasser aus der nahen Suhre. Jetzt wird der Teich nur von Regenwasser gespiesen. «Ein Himmelsteich», sagt Baumann. Auch wenn noch keine Karpfen in seinem Teich schwimmen, hat er Freude daran. Das Wasser habe eine beruhigende Wirkung.

Baumann macht alles selber

«Spaziergänger verweilen gerne da.» Jetzt könne man im Sommer noch darin baden und im Winter darauf Schlittschuh laufen. Thomas Baumann will seine Karpfen auf seinem Hofladen verkaufen. Bereits hat er ein Angebot von Coop erhalten. Die Karpfenzucht sieht er als grosse Chance für die Landwirtschaft, insbesondere da die Milchproduktion an ihre Grenzen stosse.

Karpfen ist eines seiner Lieblingsgerichte. Auch wenn die Fische viele Gräte haben. Doch richtig zubereitet, würden sogar diese zu einem knusprigen Genuss.

Fisch- vor Schweinebauer

Den User und Userinnen von aargauerzeitung.ch hat dieses Geschäftside am beste gefallen. 1270 Personen haben für Baumann als innovativsten Bauern gestimmt. Auf Platz 2 mit 72 Stimmen Rückstand folgt Schweinezüchter Peter Anderhub, der für seine Schweine einen neuen Hightech-Stall entwickelt hat.

Am «Buure-Sunntig» vom 28. Oktober erhält Thomas Baumann den Publikumspreis. Das Landwirtschaftliche Zentrum Liebegg und die Aargauische Landwirtschaftliche Kreditkasse werden dann auch ihre Favoriten küren. Die Preissume für die kreativsten Landwirte beträgt insgesamt 20000 Franken. (rsn)