Medien
AZ Medien reorganisieren Fernsehsender-Familie

Die AZ Medien organisieren ihre Fernsehsender-Familie mit TeleZüri, Tele M1 und TeleBärn neu. Als Folge werden rund sieben Vollzeitstellen abgebaut. An den drei Produktions- und Studiostandorten in Zürich, Aarau und Bern wird festgehalten.

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TeleZüri wurde von der AZ Mediengruppe übernommen (Archiv)

TeleZüri wurde von der AZ Mediengruppe übernommen (Archiv)

Keystone

Claudia Bossert übernimmt die Geschäftsleitung der Senderfamilie, wie die AZ Medien AG am Freitag mitteilte. Bossert ist diplomierte PR-Beraterin und arbeitete während mehr als 20 Jahren in verschiedenen Funktionen beim Schweizer Fernsehen. Sie wird ihre neue Stelle spätestens kommenden Juli antreten.

Die Senderfamilie erhält auch eine neue Organisationsstruktur. Markus Gilli bleibt Programmleiter und Chefredaktor von TeleZüri. Marc Friedli, bisher Geschäftsführer von Tele M1, zeichnet neu als Programmleiter für Tele M1 und TeleBärn verantwortlich, zusammen mit den Chefredaktoren Stephan Gassner (Tele M1) und Matthias Lauterburg (TeleBärn).

Stundentaktprogramm wird harmonisiert

Im Laufe des Jahres soll auch das Stundentaktprogramm der drei Sender harmonisiert werden, wie die AZ Medien AG weiter mitteilt. Der bestehende Fokus auf Nachrichten- und Informationsformate während der ersten halben Stunde wird beibehalten. Jeder der drei Sender produziert diese Inhalte weiterhin selbständig.

In der zweiten halben Stunde werden gemeinsame Talk- und Unterhaltungsformate mit regionalen Schwerpunkten angeboten. Durch die Reorganisation ergeben sich für das Unternehmen Synergien bei der Produktion und der technischen Studioinfrastruktur in Bern und Aarau.

Mitarbeiter aus Technik und Administration betroffen

Dies wiederum führt zu einem Abbau von 6,9 Vollzeitstellen. Es müssten neun Kündigungen ausgesprochen werden, wobei vorab Mitarbeitende in der Technik und Administration betroffen seien, sagte Eva Keller, Leiterin der Unternehmenskommunikation der AZ Medien AG, am Freitag auf Anfrage.

Die AZ Medien übernahmen die beiden Regionalsender TeleZüri und TeleBärn von der Tamedia. Letztere hatte im vergangenen April angekündigt, aus dem Radio- und TV-Geschäft auszusteigen.