In den letzten Wochen ist Post in die Aargauer Haushaltungen geflattert, ob der sich die wenigsten gefreut haben dürften: die Steuererklärung 2016. Laut Roland Hofer, Sprecher des Departements Finanzen und Ressourcen, wurden 392 500 Exemplare verschickt. Davon sind 48 500 Papiersteuererklärungen, die restlichen Umschlagsbogen (für Einsatz von EasyTax oder andere). Zudem wurden rund 25 000 Steuererklärungen an Firmen verschickt. Rund jede vierte erhielt eine Papiersteuererklärung, die übrigen eine Aufforderung, die Steuererklärung mittels bereitgestellter Excellösung auszufüllen.

Natürliche Personen haben bis 31. März Zeit, sie ausgefüllt zu retournieren, selbstständig Erwerbende bis 30. Juni. Wer schon weiss, dass er/sie den Termin nicht einhalten kann, kann ein Fristerstreckungsgesuch einreichen. Es empfiehlt sich, dies vor dem Termin zu tun. Gemäss Roland Hofer reichen erfahrungsgemäss etwa 25 Prozent der Steuerpflichtigen ihre Steuererklärung bis zum offiziellen Termin am 31. 3. ein. 20 bis 25 Prozent der Steuerpflichtigen erhalten eine erste Mahnung, etwa 5 Prozent eine zweite.

Die Steuererklärungen werden von den Gemeinden bewirtschaftet. Eine Anfrage bei einigen Gemeinden hat laut Hofer ergeben,

  • dass bis jetzt etwas mehr als 10 Prozent der Steuererklärungen bereits eingereicht worden sind,
  • und dass bei den natürlichen Personen ein Drittel ein Fristverlängerungsgesuch eingereicht haben dürfte.

Experten geben Auskunft

Nun ist unser Steuersystem bekanntermassen kompliziert. Immer wieder stellen sich schwierige Fragen, auch Verständnisfragen, die beim Studium der Wegleitung nicht immer geklärt werden können. Zum Beispiel: Welche Berufsnebenkosten werden akzeptiert? Wann kann ich für den Arbeitsweg die Autokosten geltend machen, wann nur ein Abonnement des öffentlichen Verkehrs? Oder: Welche Krankheitskosten kann ich in Abzug bringen?

Die az organisiert am Montag eine Steuertelefon-Hotline. Wer eine Frage zur Steuererklärung für natürliche Personen hat, kann am Montagmorgen zwischen 10 und 12 Uhr (s. Box) anrufen. Bitte haben Sie Verständnis, falls Sie nicht gleich durchkommen. Am Telefon geben Michael Mathys, Niederlassungsleiter Vermögenszentrum VZ Aarau, und Lukas Kretz von der BDO AG Aarau Auskunft. Die häufigsten und spannendsten von unseren Leserinnen und Lesern gestellten Fragen und die Antworten dazu werden später in der az publiziert.

Wie viel Abzug für die 3. Säule?

Eine gängige Frage lässt sich schon hier beantworten, nämlich wie viel pro Jahr jemand maximal in die dritte Säule (Säule 3a) einzahlen, belegen und dann bei den Steuern geltend machen kann: 2016 waren es für Angestellte und selbstständige Personen, die einer Pensionskasse angeschlossen sind, 6768 Franken. Dieser Betrag gilt unverändert auch für 2017. AHV-pflichtige Personen ohne Anschluss an eine Pensionskasse können bis zu 20 Prozent des Nettoerwerbseinkommens einzahlen und geltend machen, allerdings maximal 33 840 Franken. Auch hier gilt 2017 dieselbe Summe.