Kantonsfinanzen
Axpo-Abschreibungen von 1,5 Mrd.: Dem Aargau droht ein Millionenloch

Wenn die Axpo im kommenden Jahr keine Dividende ausschüttet, würden dem Aargau gut 5 Millionen Franken entgehen. Ob zusätzliche Einsparungen im Kantonshaushalt notwendig sein werden, ist noch unklar.

Fabian Hägler
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Axpo: Aargau droht ein Millionenloch

Axpo: Aargau droht ein Millionenloch

Keystone
Die Axpo-Dividenden der letzten zehn Jahre.

Die Axpo-Dividenden der letzten zehn Jahre.

Kanton Aargau

Als Roland Brogli vergangene Woche bei der Vereinigung Christlicher Unternehmer der Schweiz über die Aargauer Finanzpolitik referierte, wies er darauf hin, dass «die Dividenden von staatseigenen Energieunternehmen wie jene der Axpo rapide dahinschmelzen». Tatsächlich rechnet der Kanton im Budget 2015 noch mit einer Dividende von 5,171 Millionen Franken.

Doch auch dieser – im Vergleich zu den Vorjahren deutlich tiefere Betrag – dürfte dem Kanton nicht zufliessen. Gestern Montag kündigte Axpo-Verwaltungsratspräsident Robert Lombardini im Interview mit der «Aargauer Zeitung» an, dass der Energiekonzern ab sofort keine Dividende mehr ausschütten werde. Der Grund dafür: Die Axpo musste den Wert ihrer Kraftwerke um insgesamt 1,5 Milliarden Franken nach unten korrigieren.

Claudia Penta, Mediensprecherin im Departement Finanzen und Ressourcen, sagt dazu: «Der Regierungsrat wird den Jahresabschluss der Axpo und den Entscheid der Generalversammlung Anfang 2015 abwarten, die über eine Dividende entscheidet.» Ob zusätzliche Einsparungen oder Entnahmen aus der Bilanzausgleichsreserve nötig sind, lässt sie offen. Penta sagt nur: «Der Regierungsrat wird im Aufgaben- und Finanzplan 2016 - 2019 die notwendigen Massnahmen ergreifen.»