Rund 1400 Anmeldungen landen jährlich auf den Tischen der Veranstalter des berühmten Autorennens «Mille Miglia». Gerade einmal 400 dürfen schliesslich mit ihren prestigeträchtigen Oldtimern an die Startlinie. Dieses Jahr haben das auch Thomas Hauser und sein Co-Pilot Marco Cioci mit ihrem Lancia Aurelia B20 endlich geschafft. «Ich habe das Auto seit drei Jahren», erklärt Hauser gegenüber dem Regionalsender Tele M1. «Seit dann haben wir uns immer angemeldet und dieses Jahr hat es geklappt.»     

Mit Jahrgang 1957 ist Hausers Oldtimer eines der jüngsten Gefährte, das in Brescia an den Start der berühmten Italiener Rallye ging. Es sind nämlich nur Fahrzeuge mit Jahrgang 1927 bis 1957 zugelassen. Knapp 1700 Kilometer – oder eben 1000 Meilen – galt es in den sieben Tagen des Rennens zu meistern. Dabei mussten die Fahrer Etappen von teilweise rund 14 Stunden auf sich nehmen. Bei kleineren Pannen mussten die Teilnehmer unterwegs selbst Hand anlegen. 

«Die Hauptschwierigkeit an diesem Auto ist der Strom», so Hauser. Gerade wenn mit Licht gefahren werden musste, habe sich immer die Batterie entleert. Ansonsten sei «Madame Aurelia», wie der Oldtimer von seinen Fahrern liebevoll genannt wird, stets ein zuverlässiger Begleiter gewesen. 

Das Team Hauser/Cioci belegte an ihrem «Mille Miglia»-Debut schliesslich den 299. Platz. Ums Gewinnen ging es den beiden Aargauern aber freilich nicht. Viel wichtiger ist dem Team die Erinnerung an ein unvergessliches Erlebnis. (luk)