Lärmplage

Auto-Poser: Nun will Thierry Burkart es ganz genau wissen

Thierry Burkart ist gegen Schnellschüsse in der Autoposer-Thematik.

Thierry Burkart ist gegen Schnellschüsse in der Autoposer-Thematik.

Die Debatte um Autoposer hält den Aargau in Atem. SP-Nationalrätin Gabriela Suter fordert Lärmblitzer und PS-Beschränkungen für Neulenker. Anders geht FDP-Ständerat Thierry Burkart an die Sache ran: Er will zunächst Abklärungen vom Bundesrat.

Thierry Burkart fordert in seinem Postulat mit dem Titel «Autoposing und lärmende Motorräder: Zeiterscheinung oder ein echtes Problem?» den Bundesrat dazu auf, aufzuzeigen «wie er die Problematik des übermässigen Lärms von getunten Fahrzeugen und von Motorrädern beurteilt, welche Massnahmen er dagegen ergreifen will, und welche Bedeutung Lärmradars dabei haben könnten».

Zudem will Burkart den Bundesrat beauftragen, «in einem Bericht darzulegen, welchen Einfluss die Leistungsstärke der Fahrzeuge bei Neulenkerunfällen hat» und allenfalls Massnahmen vorzuschlagen, um das Problems anzugehen.

Burkart benennt in seinem Vorstoss die erhebliche Lärmbelastung, die von Fahrzeugen von «leistungsstarken Motoren und vielfach durch (illegales) Tuning» ausgeht. «Sogenannte ‹Autoposer› stellen ihr Fahrzeug nicht irgendwo ab, sondern drehen möglichst lautstark in Ortschaften und Innenstädten ihre Runden und verursachen dabei absichtlich eine erhebliche Lärmbelästigung», heisst es da weiter. Anders als Gabriela Suter von der SP, die PS-Beschränkungen, Dezibelgrenzwerte für Motorräder und Lärmblitzer fordert, verlangt Burkart aber lediglich eine Einschätzung der Lage und möglicher Massnahmen gegen das Problem der Autoposer.

Auf die Frage, weshalb er keine konkreten Forderungen stellt, antwortet der FDP-Ständerat: «Es macht keinen Sinn, einen Schnellschuss zu machen. Zuerst muss geklärt werden, welche Massnahmen es gibt und welche zielführend sind, bevor Forderungen gestellt werden können.»

Ob er Nachfolgeaktionen in Angriff nehmen wird, lässt Burkart offen: «Das kann ich zum jetzigen Zeitunkt noch nicht sagen. Zuerst muss ich das Postulat einreichen, dann bin ich gespannt, welche Möglichkeiten dabei rauskommen. Und dann muss man diese diskutieren.» Es sei ihm wichtig, die Thematik fundiert anzugehen und nicht mit vorschnellen Forderungen so zu tun, als ob man in Aktion trete.

Dass Burkart vorerst eine genaue Einschätzung der Lage fordert, begründet er in seinem Vorstoss ausserdem damit, dass eine Leistungsbeschränkung für Neulenker im Rahmen des Expertenberichts des Bundesrates zur Verkehrssicherheitspolitik als Massnahme aufgeführt worden sei. Wegen «des schlechten Kosten-Nutzenverhältnisses wurde sie dann aber wieder fallen gelassen.» Ein solcher Ausgang soll künftig vermieden und deswegen zuallererst eine fundierte Entscheidungsgrundlage geschaffen werden.

(mma)

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