Die Auslandschweizer-Organisation (ASO) war mit dem Anliegen an den Regierungsrat herangetreten, dass Auslandschweizer künftig nicht nur die Mitglieder des Nationalrats, sondern auch die zwei Mitglieder des Ständerats wählen können.

Mit Ausnahme der SVP sprachen sich am Dienstag alle Parteien im Grossen Rat für das aktive und passive Wahlrecht von Auslandschweizern bei den Ständeratswahlen aus. Der Ständerat repräsentiere die Kantone, sagte ein SVP-Sprecher. Daher solle das Wahlrecht einzig Wahlberechtigten zugestanden werden, die auch im Kanton Aargau wohnten.

Der Grosse Rat stimmte der notwendigen Änderung der Kantonsverfassung mit 81 zu 51 Stimmen zu. Das Parlament hiess mit dem gleichen Stimmenverhältnis auch das angepasste Gesetz über die politischen Rechte gut. In elf Kantonen können sich Auslandschweizer bereits aktiv und passiv an den Ständeratswahlen beteiligen.

Kein Wahlrecht für Ausländer

Die SP-Fraktion scheiterte im Parlament mit dem Prüfungsantrag, für die im Aargau niedergelassenen Ausländer ein Wahlrecht einzuführen. Die CVP warf der SP vor, sie gefährde mit diesem Antrag die gesamte Vorlage. Die SVP wehrte sich vehement gegen den Prüfungsantrag, der letztlich mit 93 zu 36 Stimmen abgelehnt wurde.

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