Zofingen

Ausgrabungen rund ums Obere Badehaus zugänglich machen oder zudecken?

Obwohl die Ausgrabungen ein Fund von nationaler Relevanz sind, wird heftig darüber diskutiert, wie es mit dem einstigen Badhaus weitergehen soll.

Obwohl die Ausgrabungen ein Fund von nationaler Relevanz sind, wird heftig darüber diskutiert, wie es mit dem einstigen Badhaus weitergehen soll.

Die Ausgrabungen rund um das 1545 errichtete Obere Badehaus in der Zofinger Altstadt sind zurzeit Gesprächsthema Nummer 1. Der Stadtrat wird sich nun damit vertieft beschäftigen.

Geht es nach den Umfrage-Teilnehmern des Zofinger Tagblatts, so wollen 58 Prozent, dass die Ausgrabungen mit Glas abgedeckt und weiterhin sichtbar sind. 9 Prozent wollen gar, dass alles offenbleibt, so wie es zurzeit ist. 33 Prozent hingegen fordern, dass das Ganze nach Abschluss der archäologischen Untersuchungen wieder zugeschüttet und die Bauarbeiten wie geplant fortgesetzt werden.

So einfach geht es aber nicht. Die Grünen der Stadt Zofingen verlangten in einer dringlichen Motion an der Einwohnerratssitzung vom Montag, dass das «Loch» nicht zugeschüttet wird. Es handle sich bei den Ausgrabungen um «einen seltenen Fund von nationaler Relevanz». Dieses historische Denkmal soll nicht einigen wenigen Parkplätzen weichen müssen. Eventuell könne man Panzerglas über die Fundstelle legen, finden die Grünen.

«Mit einem Panzerglas alleine ist es nicht getan.»

Mit 20 zu 17 Stimmen verweigerte der Rat die Dringlichkeit, womit der Stadtrat rein theoretisch bis zu einem Jahr Zeit hat, die Motion zu beantworten. Bereits gestern war der Fund aber Thema an der Stadtratssitzung. Dabei wurden allen Beteiligten klar: «Mit einem Panzerglas alleine ist es nicht getan.»

Weil der Platz der Ausgrabungen abfallend ist, müsste die durchsichtige Abdeckung auch rutschfest sein. «Zudem müsste das Ganze wohl auch beleuchtet werden, so wie das bei andern Ausgrabungen im In- und Ausland gehandhabt wird», sagt Stadtrat Andreas Rüegger. «Wir werden das Urteil des Kantonsarchäologen abwarten und dann relativ schnell handeln.» Bleibt der Fundort nämlich länger offen, setzt das den Steinen zu und fördert deren Zersetzung.

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