Die zwei 18-jährigen Jugendliche wollten am Samstagabend aus dem Jugendheim Aarburg ausbüxen, weil ihnen der begleitete Ausgang gestrichen wurde, wie die Staatskanzlei Aargau in einer Mitteilung am Montag schreibt.

Gegen 16 Uhr stellten die zuständigen Betreuungspersonen fest, dass die Jugendlichen gegen die Hausordnung verstossen hatten. Sie hatten sich anlässlich einer begleiteten Öffnung Alkohol beschafft und heimlich ins Heim gebracht.

Was ist nur los in Aarburg?

Was ist nur los in Aarburg?

Sie tranken, wurden bestraft und randalierten. Zwei Jugendliche schmuggelten Alkohol ins Jugendheim in Aarburg. Anschliessend eskalierte die Situation.

Den Entscheid ihrer Betreuungspersonen wollten die Jugendlichen aber nicht einfach so hinnehmen. Sie beschimpften und bedrohten die anwesenden Mitarbeitenden. Anschliessend zerschlugen sie Fenster und Türen, um über die Dächer aus dem Jugendheim zu entweichen, teilt die Staatskanzlei Aargau mit.

Verhaftung im Spital Olten

Erst als den beiden Jugendlichen zugesichert wurde, dass sie das Heim verlassen dürften, kamen sie vom Dach herunter.

Nach der Behandlung von Schnittwunden durch die aufgebotene Ambulanz, konnten die Jugendlichen das Heim unbegleitet verlassen und begaben sich ins Spital Olten. Dort wurden sie von der Polizei verhaftet und ins Zentralgefängnis Lenzburg überführt.

Externe Überprüfung angeordnet

«Eine erste provisorische Lagebeurteilung zeigte, dass die Krisenbewältigung adäquat erfolgt ist. Es waren auch genügend gut ausgebildete Mitarbeitende anwesend», schreibt die Staatskanzlei Aargau weiter.

Die organisatorischen Abläufe, die räumlichen Verhältnisse und das Sicherheitskonzept des Jugendheims Aarburg werden in den nächsten Monaten von externen Fachleuten überprüft.

Bis zum Vorliegen der Ergebnisse werden die erforderlichen Sofortmassnahmen getroffen.
Gegen die beiden Jugendlichen, die Gewalt angewendet haben, wird die Jugendanwaltschaft ein Strafverfahren eröffnen.