Dauerregen
Ausfluss aus dem Bielersee wird vergrössert

Die neuerlichen Niederschläge in der Nacht auf Mittwoch haben die Aargauer Fliessgewässer wieder ansteigen lassen. Für Mittwochmittag und -nachmittag erwartet der kantonale Führungsstab weitere Spitzenwerte.

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Die Pegel von Bieler- Neuenburger und Murtensee steigen weiter an. Nun soll der Ausfluss aus dem Bielersee vergrössert werden.

Die Pegel von Bieler- Neuenburger und Murtensee steigen weiter an. Nun soll der Ausfluss aus dem Bielersee vergrössert werden.

Oliver Menge

Die Pegel vom Bieler-, Neuenburger- und Murtensee steigen weiter an. Deswegen hat das Bundesamt für Umwelt (BAFU) am Mittwoch zusammen mit den betroffenen Kantonen (NE, VD, FR, BE, SO, AG) einen grösseren Ausfluss aus dem Bielersee beschlossen.

Sofern es die Wetterlage erfordere, werde der Abfluss aus dem Bielersee zum Schutz der Unterlieger wieder gedrosselt. Der Abfluss bei der Messstelle Aare-Murgenthal wird auf maximal 900 Kubikmeter pro Sekunde erhöht.

Für die Aargauer Ufer von Aare, Reuss und Rhein gilt die Gefahrenstufe 2, was mässige Gefahr bedeutet. Für die Zu- und Nebenflüsse im Aargau gilt neu die Gefahrenstufe 1 (geringe Gefahr).

Im Freiamt mussten die Feuerwehren zu rund 15 Einsätzen wegen überfluteter Keller und ähnlicher Vorfälle ausrücken. Die Niederschläge liessen auch die Pegelstände von Zu- und Nebenflüssen im Aargau ansteigen.

Der Aabach in Wildegg ist erneut über die Ufer getreten und hat die Unterführung geflutet.

Der Aabach in Wildegg ist erneut über die Ufer getreten und hat die Unterführung geflutet.

Stefan Lanz/TeleM1

Bis Freitag wird aufgrund des Zwischenhochs kaum mit Niederschlägen gerechnet. Dadurch verringert sich der Druck auf die Aargauer Flüsse. Am Freitag ist dann aber bereits eine neue Störung mit Niederschlägen angekündigt. Die Lage rund um die Aargauer Gewässer bleibt also bis und mit Wochenende angespannt.

Für die Aare werden während einiger Wochen weiterhin hohe Abflussmengen erwartet.

Im Freiamt mussten die Feuerwehren zu rund 15 Einsätzen wegen überfluteter Keller und ähnlicher Vorfälle ausrücken. Die Niederschläge liessen auch die Pegelstände von Zu- und Nebenflüssen im Aargau ansteigen.

In Wallbach werden die Beaver montiert Zuerst Luft, dann Wasser: 250 Meter Beaver entsprechen rund 15000 Sandsäcken
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Wallbach 2015, Der Rhein ist bedrohlich hoch
Die Beaver schützen beim Wasserschloss vor Hochwasser
Die Feuerwehr-Einsatzkräfte montieren die Beaver
Die Feuerwehr macht die Beaver einsatzbereit.
Das angeschwemmte Holz wird aus dem Wasser geholt in Unterwindisch
Die Aare beim Wasserschloss Brugg
Die Reuss in Windisch bei der Spinnerei
Die Aare ertränkt bei Brugg die Sträucher
Die Beaver liegen in Brugg bereit
Bei der Döttinger Badi ist die Aare über das Ufer getreten. Einige Parkplätze sind überflütet.
Das kantonale Einsatzteam der Katastrophenhilfe beim Stützpunkt unweit des Wasserschlosses
Hochwasser 2015: Brugg und Wallbach rüsten sich
Sie begutachten die Hochwasser-Situation kritisch in Unterwindisch
Die Reuss beim Spinnereiareal in Windisch.
Überflutetes Feld in Brugg-Lauffohr
Situation um 10 Uhr in Bremgarten: kritisch, aber nicht dramatisch. Die Reuss hat beim Hexenturm die untere Uferpartie überschwemmt. Sollte der Pegel weiter steigen und das Bord überflutet werden, müsste die Feuerwehr eingreifen.

In Wallbach werden die Beaver montiert Zuerst Luft, dann Wasser: 250 Meter Beaver entsprechen rund 15000 Sandsäcken

AZ
An der Strasse zwischen Schöftland und Unterkulm ist es zu einem Erdrutsch gekommen.
6 Bilder
Die Strasse bleibt bis Freitag gesperrt.
Erdrutsch zwischen Schöftland und Unterkulm

An der Strasse zwischen Schöftland und Unterkulm ist es zu einem Erdrutsch gekommen.

Stefan Lanz/TeleM1

Die Hochwasserschutzelemente in Brugg und Wallbach bleiben vorerst eingebaut. Die Schutzelemente "Beaver" werden durch die lokalen Einsatzkräfte überwacht.