Klumpenrisiko
Aus fürs Steuerparadies: Wenn potente Steuerzahler wegziehen, hat das schwerwiegende Folgen

Die Gemeinde Dürrenäsch war bekannt für einen tiefen Steuerfuss – nun steigt er faktisch um 13 Prozent. Das liegt hauptsächlich daran, dass ein guter Steuerzahler wegzieht.

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Gestern Abend sagte die Gemeindeversammlung zähneknirschend Ja zur Steuerfusserhöhung um 10 Prozent. Weil durch den Steuerfussabtausch mit dem Kanton der Gemeindesteuerfuss eigentlich um 3 Prozent sinken müsste, handelt es sich also faktisch um eine Steuerfusserhöhung von 13 Prozent.

Grund, dass es die 1200-Seelen-Gemeinde jetzt so hart trifft, ist der Wegzug eines guten Steuerzahlers: Wie Tele M1 berichtet, handelt es sich um den Transportunternehmer Hansjörg Bertschi. Dieser ziehe aus privaten Gründen weg.

Potente Steuerzahler sind bei den Gemeinden zwar willkommen, bedeuten aber auch ein Klumpenrisiko. Besonders hart getroffen hat es in den letzten Jahren auch die Gemeinde Döttingen (knapp 4000 Einwohner). Weil die Aktiensteuer-Millionen der Axpo, die das AKW Beznau betreibt, eingebrochen sind, wurde der Steuerfuss um 50 Prozent erhöht , von 60 auf aktuell 110 Prozent.