Walterswil
Augenzeuge: «Es hat gestaubt, geraucht und dann flog ein Auto durch die Luft»

Nach dem tragischen Unfall mit einem toten Kind und einem toten Erwachsenen, rätselt die Polizei an der Unfallursache. Auch ein Selbstunfall ist möglich. Im Auto sassen ein Mann, eine Frau und ein Kind, doch es war nicht das eigene.

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Schwerer Unfall auf Autobahn - zwei Tote, eine schwer Verletzte
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Das Auto überschlug sich mehrmals, bevor es auf der Überholspur zu liegen kam.
Das Auto überschlug sich mehrmals, bevor es auf der Überholspur zu liegen kam.

Schwerer Unfall auf Autobahn - zwei Tote, eine schwer Verletzte

Stefan Lanz

Am Sonntagmorgen kam es auf der Autobahn A1 bei Walterswil zu einem tödlichen Autounfall. Aus bisher ungeklärten Gründen überschlug sich ein Auto mehrmals, bevor es auf dem Dach zum Liegen kam.

Ein Kind und ein Erwachsener tot

Im Auto sassen ein Mann, eine Frau und ein Kind. Das Kind und der Mann starben beim Unfall. Die Frau wurde verletzt ins Spital gebracht. Laut Angaben der Polizei handelt es sich nicht um eine Familie. «Die Personen haben alle verschiedene Nachnamen. Wir gehen davon aus, dass es sich nicht um ein Elternpaar mit ihrem eigenen Kind handelt», sagt Roland Pfister, Sprecher der Kantonspolizei Aargau.

Ob und wie genau Verwandtschaftsbeziehungen bestehen, klärt die Polizei derzeit noch ab.

Kind stirbt bei Unfall auf der Autobahn bei Rotrist.
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Das Auto überschlug sich mehrmals, bevor es auf dem Dach zum Liegen kam.
DIe AUtobahn musste in beiden Richtungen gesperrt werden.

Kind stirbt bei Unfall auf der Autobahn bei Rotrist.

Stefan Lanz

Die ersten Ermittlungen ergaben, dass es sich beim verstorbenen Autolenker um einen 33-jährigen Slowaken mit Wohnsitz im Kanton Solothurn handelte. Das verstorbenene Kleinkind war erst 2 Jahre alt und ebenfalls slowakischer Staatsangehörigkeit.

Die schwer verletzte Frau, die ins Kantonsspital Aarau eingeliefert werden musste, ist 33-jährig und ebenfalls Slowakin. Gemäss ersten Erkenntnissen befanden sich die Insassen auf der Rückfahrt von den Ferien. Bei den Erwachsenen handelt es sich nicht um die Eltern des verstorbenen Kindes.

Unfallursache gibt Rätsel auf

«Es habe gestaubt, geraucht und dann flog ein Auto durch die Luft, sagten mir Augenzeugen», berichtet Pfister. Bisher weiss man nur: Das Auto fuhr in einen Wildschutzzaun und überschlug sich. Weshalb es aber zum Unfall kam, kann bisher niemand sagen.

«Bisher gehen wir von einem Selbstunfall aus. ob es wegen gesundheitlichen Problemen oder wegen Übermüdung zum Unfall kam, wissen wir nicht», sagt Pfister. Es könne auch sein, dass ein weiteres Fahrzeug involviert war. Aber bisher konnte dazu niemand eine Aussage machen.

Polizei sucht Zeugen

Weil die Unfallursache unklar ist, sucht die Polizei nun nach Zeugen, die beim Unfall etwas gesehen haben könnten.

Die Mobile Einsatzpolizei in Schafisheim (Tel. 062 886 88 88) sucht mögliche Augenzeugen, die den Unfallhergang und das Fahrverhalten des VW Sharan beobachten konnten.

Der Verkehr musste infolge des schweren Unfallereignisses während mehrerer Stunden (bis 15.00 Uhr) über die Kantonsstrassen umgeleitet werden, was zu Behinderungen führte.

Die Unfallstelle befindet sich auf der Autobahn A1 auf Gemeindegebiet Walterswil. Zuständig für den Autobahnabschnitt ist die Kantonspolizei Aargau, obwohl die Strecke auf Solothurner Boden liegt. Auch ein Staatsanwalt aus dem Kanton Solothurn ist vor Ort.

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