Aarau

Auf der sonntäglichen Jagd nach den letzten Geschenken

Sonntagsverkauf in Aarau: Auf der Suche nach dem passenden Weihnachtsgeschenk.

Sonntagsverkauf in Aarau: Auf der Suche nach dem passenden Weihnachtsgeschenk.

Vom vorweihnachtlichen Einkaufsstress war beim Sonntagsverkauf in Aarau nur wenig zu spüren. Erst am Nachmittag war an den Kassen und im Parkhaus Geduld gefragt.

Am Sonntagmorgen, eine Viertelstunde vor Ladenöffnung, ist Aarau gespenstisch ruhig und leer. Einzig im «Starbucks» herrscht schon reger Betrieb: Hier stärken sich nicht nur jene, die noch das passende Weihnachtsgeschenk suchen, sondern auch die Verkäuferinnen für den Sonntagsverkauf.

«Hoffentlich haben wir nicht allzu viel Stress heute», sagt eine junge Frau zu ihrer Kollegin, während sie genüsslich ihren Cappuccino schlürft.

Wenige Minuten vor elf Uhr füllen sich die Gassen plötzlich. Vor dem Manor stehen die Menschen Schlange. Keine dreissig Sekunden nach Türöffnung stehen die ersten Kunden auch schon an der Kasse.

Sie wissen, was sie wollen: eine Geschenkkarte. Andere schlendern gemütlich durch die Parfümerieabteilung oder betrachten die auf Hochglanz polierten Uhren. Welche gefällt der Verlobten wohl am besten?

Viele Kunden, wenig Stress

Zur selben Zeit platzt der Spezialitätenladen «Vom Fass» in der Altstadt aus allen Nähten. Zwischen Fässern und Flaschen werden Öle probiert, nach dem dazu passenden Essig gesucht und eifrig Geschenke eingepackt.

Für Geschäftsführer Alfred Holenweg ist der Sonntagsverkauf ein besonderer Tag: «Wir haben heute zwar sehr viele Kunden, aber am Sonntag sind die Menschen viel gelassener», erzählt er, während er ein Fläschchen mit Limonenolivenöl füllt.

An durchschnittlichen Tagen arbeiten im «Fass» etwa vier Angestellte, «heute sind wir zu neunt», sagt Holenweg. Auch in der Igelweid hofft man auf einen erfolgreichen Sonntagsverkauf.

Hier büschelt Stefan Guthauser von «Christbaumkulturen Keller» die Weihnachtsbäume zurecht. «Gestern war schon ein super Tag, hoffentlich können wir heute nochmals zwischen 50 und 100 Tannen verkaufen», sagt er.

Anstehen an der Kasse

Am Nachmittag füllen sich die Parkhäuser. Wer um fünfzehn Uhr noch keinen Parkplatz hat, wird wohl so schnell keinen mehr finden. Auch an den Kassen ist jetzt Geduld gefragt.

Doch die Menschen bleiben gelassen. Im «Ex Libris» tauschen sich zwei Frauen beim Anstehen über das Weihnachtsmenü aus. «Bei uns gibt es wie jedes Jahr Fondue chinoise», sagt die eine.

Überhaupt ist vom erwarteten Einkaufsstress wenig zu spüren. Lachend schleppen die Menschen ihre schweren Einkaufstaschen von einem Laden zum nächsten. Auch den vielen Männern, die einen Weihnachtsbaum hinter sich herziehen oder auf den Schultern tragen, scheint das Gewicht des Baumes nichts auszumachen.

Vorweihnachtlicher Stress war gestern in Aarau ein Fremdwort. Und: Wer beim letzten Sonntagsverkauf für Familie und Freunde noch immer nichts gefunden hat, dem bleiben immer noch zwei Tage für die Jagd nach dem perfekten Geschenk.

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