Reformierte Synode

Auf Bandixen folgt sicher ein Mann

Letzte Synode als Präsidentin: Claudia Bandixen. Chris Iseli

Letzte Synode als Präsidentin: Claudia Bandixen. Chris Iseli

Claudia Bandixen hat seit längerem bekannt gegeben, dass sie das Amt als Kirchenratspräsidentin abgeben will. Heute bekommen die Aargauer Reformierten einen neuen Chef. Es kandidieren gleich fünf Männer.

Heute tagt in Suhr die Synode der Reformierten Landeskirche Aargau. Sie behandelt nebst vielem anderem zwei herausragende Geschäfte: Zum einen entscheidet sie über die Zukunft des Tagungshauses «Rügel» (wir berichteten). Zum anderen wählt sie einen Nachfolger der ihr Amt als Kirchenratspräsidentin per Ende Juni abgebenden Claudia Bandixen. Bandixen wird neue Direktorin des Missionswerks Mission 21 in Basel.

Es treten fünf Kandidaten und keine einzige Kandidatin für dieses Amt an. Und zwar allesamt Theologen, darunter der Geschäftsführer des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbunds.

Das sind die Kandidaten:

Martin Keller (56), Dr. theol., Kirchenrat, Pfarrer in der Kirchgemeinde Buchs-Rohr. Er ist den Synodalen bereits bekannt als Mitglied des Kirchenrats.

Christoph Ramstein (50), Dr. theol., Dekan, Pfarrer in Lausen BL und Dekan des Pfarrkapitels Liestal-Waldenburg.

Christoph Weber-Berg (48), Dr. theol., Pfarrer, Dozent für Wirtschaftsethik. Er wohnt in Staufen.

Philippe Woodtli (48), Pfarrer, Geschäftsführer des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbunds. Er wohnt in Gränichen.

Hans-Peter Geiser (54), Dr. theol. Er war zuletzt in Zürich als Pfarrer tätig, leitet den Aufbau eines globalen Austauschprojektes, wohnt in Aarau.

Wer am Schluss obenauf schwingt, ist schwer zu sagen. Die Fraktionen geben sich bedeckt, geben ihre Präferenz(en) zum Teil erst an der Synode bekannt.

Laut Esther Meier, Präsidentin der Fraktion «Kirche und Welt» stehen bei ihnen eher Christoph Weber-Berg und Christoph Ramstein im Vordergrund. In einer zweiten Fraktion haben eher Martin Keller und wiederum Christoph Ramstein gute Karten. Dem Vernehmen nach hat der in Zürich lehrende Wirtschaftsethiker Christoph Weber-Berg bei vielen Synodalen sehr gute Karten.

Neu maximal eine Frau im Rat

Im Kirchenrat sind nach dem Rücktritt von Elisabeth Känzig-Isler und dem von Hans Peter Mauch angekündigten Rücktritt zwei Sitze zu besetzen. Für Mauch schlägt der Vorstand des Diakonatskapitels laut Angaben der Landeskirche Sozialdiakon Beat Maurer aus Strengelbach vor. Seine Kandidatur wird von der Evangelischen Fraktion unterstützt.

Für den zweiten Sitz kandidiert Regula Wegmann, Kirchenpflegepräsidentin der Kirchgemeinde Schinznach-Dorf. Ihre Kandidatur wird laut Landeskirche unterstützt von den Vorständen von drei Fraktionen. Mit so viel Unterstützung hat sie hervorragende Chancen. Im Fall einer Wahl wäre sie (nach dem Weggang von Claudia Bandixen und Elisabeth Känzig) die einzige Frau im Kirchenrat.

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