Radikalisierung
Auch im Aargau gibt es Sympathisanten des Islamischen Staats

Einige Muslime mit radikalen Ansichten sind auch unter den Mitgliedern der Facebook-Gruppe des Verbands Aargauer Muslime zu finden. Sie verherrlichen den Djihad und schreiben vom grossen Krieg. Der Verband distanziert sich in aller Form.

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Printscreen des Facebook-Profils.

Printscreen des Facebook-Profils.

Darunter ein Berner, der ein Foto postet, auf dem die Umrisse des Kosovos abgebildet sind und die Worte: «Islamischer Staat Kosovo».

Der junge Mann schreibt zudem vom grossen Krieg von Muslimen gegen Europäer und Amerikaner, aus dem die Muslime als Sieger hervorgehen werden. Ein anderes Foto zeigt ihn mit seinem neugeborenen Kind.

Erschreckend ist auch der Secondo, der in der Nähe von Aarau lebt. Er postet einen Zeitungsartikel über europäische Djhadisten. Darin wird erwähnt, dass zehn deutsche Djahdisten ihr Leben verloren haben in diesem Krieg. Der Aargauer schreibt dazu: «Möge Allah subhanehu we teala von ihnen ihre sahada annehmen. Tekbir...» Er äussert also den Wunsch, dass Allah das Glaubensbekenntnis dieser Djihadisten annehmen möge.

Ein anderer junger Kosovare aus Aarburg hat als Profilbild ein Foto von sich in Kampfuniform und ist auf Facebook befreundet mit Unterstützern des Islamischen Staats.

Der Verband Aargauer Muslime distanziert sich in aller Form. Auf ihrer Facebook-Seite würde er solche Aussagen niemals dulden, sagt Verbandspräsident Halit Duran im Interview mit der Aargauer Zeitung. Mitglieder seien deshalb auch schon präventiv gesperrt worden. (wua)