Die Kantonsspital Aarau AG prognostiziert für ihren Jahresabschluss 2014 ein Defizit von gut 18 Millionen Franken (ZT/LN von gestern). Unweigerlich stellt sich als Folge davon die Frage, wie dies bei der der Spital Zofingen AG aussieht, nachdem das Regionalspital eine 100prozentige Tochter des Zentralspitals ist. Die Aktienübergabe erfolgte am 16. August 2011.

Nicht dramatisieren

Wie Chefarzt Jürg Gurzeler, CEO-Stellvertreter, festhält, muss auch «sein» Spital von einem Verlust in der Jahresrechnung 2014 ausgehen. Hochgerechnet mit den Zahlen von Ende September (Abschluss des dritten Quartals) dürfte sich dieser in der Bandbreite zwischen 1 und 1, 5 Millionen Franken bewegen. Dies sei vorab eine Folge der getätigten Investitionen rund um das Pflegezentrum (Neubau mit dem Kompetenzzentrum Palliative Care Mittelland) und der damit verbundenen Finanzierung. Obwohl rote Zahlen unschön seien, dürfe nicht dramatisiert werden und es seien auch keine «Notmassnahmen» erforderlich. Das Spital Zofingen sei und bleibe auf gesundem Kurs. Selbstverständlich sei das Bestreben unbestritten, aus roten wieder schwarze Zahlen zu machen.

Die Spital Zofingen AG sei zwar im Alleineigentum der Kantonsspital Aarau AG, doch führe Zofingen eine eigenständige Rechnung, von A bis Z unabhängig vom Mutterhaus, und es gäbe auch keine Quersubventionierungen. Jürg Gurzeler: «Das Defizit des Kantonsspitals Aarau ist völlig losgelöst von den Finanzen des Spitals Zofingen zu sehen und es wird keinen Einfluss auf den laufenden Betrieb und die beabsichtigten Investitionen haben.»

Auf die Frage, ob um die Zukunft des Zofinger Spitals trotzdem nicht berechtigte Ängste bestehen würden, antwortet Chefarzt Gurzeler mit einem klaren Nein. Es bedinge allerdings, dass sich alle Mitarbeitenden Tag für Tag den Herausforderungen und den damit verbundenen Neuerungen stellen und vor ihnen nicht kapitulieren. Das Gesundheitswesen sei eine ständige «Baustelle», auch in Zofingen, was nicht nur negativ sei.