Aarau

Auch das noch: Das warm-feuchte Wetter erhöht die Gefahr für Feuerbrandbefall

Das Aarauer Stadtbauamt warnt: Aufgrund der warm-feuchten Witterung ist mit erhöhtem Feuerbrandbefall zu rechnen.

Die Ambrosia- beziehungsweise Feuerbrandkontrolle des Stadtbauamts Aarau zeigt: Es muss mit erhöhtem Feuerbrandbefall gerechnet werden. Schuld ist das nasse Wetter der letzten Wochen, denn es begünstigt das Auftreten der Bakterienkrankheit, wie die Stadt mitteilt.

Wie Andi Distel, Leiter Pflanzenschutzdienst des Landwirtschaftlichen Zentrums Liebegg, auf Anfrage erklärt, ist nicht nur die Stadt Aarau vom Feuerbrand-Bakterium bedroht sondern der ganze Kanton.

Feuerbrand wird vorwiegend während der Blütezeit im Frühjar durch Insekten, Vögel aber auch den Menschen übertragen. Vom Feuerbrand befallen werden vor allem Kernobstbäume, einige Büsche und Bodenbedecker wie alle Cotoneasterarten, Weissdorn, Scheinquitte, Mehlbeere, Stranvaesia oder die Vogelbeere. Die Krankheit ist hochansteckend und verbreitet sich sehr schnell, weshalb ein Feuerbrandbefall umgehend gemeldet werden muss.

Braun-schwarze Verfärbungen

Feuerbrand lässt sich an den braun-schwarzen Verfärbungen der Asttriebe erkennen. Die Krankheit wandert dabei vom Blattstiel in das Blatt hinein. Befallene Blätter bleiben an den Trieben hängen, die Triebspitze ist nach unten gebogen.

Auf keinen Fall berühren

Das Stadtbauamt Aarau betont, absterbende, verfärbte Zweige sowie Pflanzteile der oben genannten Pflanzen auf keinen Fall zu berühren. Aufgrund der schnellen Übertragung und grossräumigen Verbreitung besteht grosse Verschleppungsgefahr. Besteht Verdacht auf Feuerbrand muss dieser der Sektion Bestattungswesen und Grünflächenpflege der Stadt Aarau gemeldet werden. Anschliessend werden die verantwortlichen Personen vorbeikommen, damit nötige Massnahmen ergriffen werden können.

Ambrosia und andere invasive Neophyten

Bei der Kontrolle wird auch auf die Ambrosiapflanze und anderen invasive Neophyten Acht gegeben. Die Ambrosia ist eine eingeschleppte Pflanze, die durch ihre Pollen bei vielen Menschen Allergien auslösen kann. Man erkennt sie an ihren behaarten, stark verzweigten Stängel, sowie den stark eingeschnittenen, grünen Blätter. Da sie allerdings langsam wächst, werden die grünen Blüten erst gegen August sichtbar. Wie der Feuerbrand ist auch sie meldepflichtig, im Gegensatz zu anderen invasiven Arten wie der Riesenbärenklau oder der Japanische Staudenknöderich. Das Vorkommen dieser beiden Arten können jedoch der städtischen Umweltfachstelle gemeldet werden.

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