Der Reigen der Ständeratskandidaten wird immer grösser. Jetzt will es auch Nationalrat Bernhard Guhl (BDP) wissen, wie Tele M1 meldet. Die Parteileitung schlägt Guhl vor. Entscheiden wird die Parteiversammlung am 27. Februar. Machen Vertreter kleinerer Parteien nicht meist bloss mit, um dank dieser zusätzlichen Plattform für die Partei im Nationalratswahlkampf zusätzliche Beachtung und Stimmen zu holen?

Guhl lässt das nicht gelten: «Wenn ich nicht eine minimale Chance sähe, würde ich nicht antreten, wobei es gewiss auch diesen Nebeneffekt gibt.» Oder will die BDP damit laut Tele M 1 ihren Nationalratssitz retten? Guhl: «Wir haben diesen Sitz bei den letzten Wahlen aus eigener Kraft geschafft und werden ihn mit konstruktiver bürgerlicher Politik 2015 erfolgreich verteidigen.»

Guhl ist überzeugt, der Aargau brauche «einen konstruktiven und lösungsorientierten Vertreter in Bern, der die politische Mitte stärkt». Seine Parteileitung empfiehlt ihn auch wegen der «grossen Übereinstimmung seiner politischen Haltung mit den Abstimmungsergebnissen im Aargau».

Er sähe im Ständerat zwei grosse kommende Aufgaben: Nach der Euro-Mindestkurs-Aufhebung Lösungen für die Industrie suchen. Und nach dem Ja zur Masseneinwanderungsinitiative sei möglichst schnell das Verhältnis zu Europa zu klären. Guhl: «Die Verunsicherung ist schlecht und investitionshemmend.»