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Auch Aargauer machen bei neuer Rechtspartei mit

Die neue Rechtspartei DPS hat bereits einen Ableger im Aargau

Die neue Rechtspartei DPS hat bereits einen Ableger im Aargau

Die neu gegründete Rechtspartei DPS hat bereits einen Ableger im Kanton Aargau. Kantonalpräsidentin Brigitte Hagen will sich nun auf die Suche nach möglichen Mitgliedern machen. Diese sollten «mithelfen, die Schweizer Werte zu erhalten».

Vor gut zwei Wochen wurde auf dem Rütli die Direktdemokratische Partei Schweiz (DPS) gegründet. Sie will sich gemäss eigenen Angaben gegen einen EU-Betritt einsetzen, die Islamisierung stoppen, Steuererhöhungen bekämpfen, die Asylpolitik optimieren und den Strafvollzug verschärfen.

Unter den Teilnehmern der Gründungsveranstaltung Ende Juli waren auch vier Aargauer, wie der Regionalsender Tele M1 berichtet. Eine davon ist Brigitte Hagen aus Oberentfelden, die nun als Präsidentin der Aargauer Kantonalsektion der DPS amtet.

«Schweizer Werte erhalten»

Hagen hat es sich zum Ziel gesetzt, neue Mitglieder für die Partei anzuwerben, «welche die Schweiz genau so gerne haben wie wir und mithelfen, unsere Schweizer Werte zu erhalten», wie sie gegenüber Tele M1 sagte.

Initiant der DPS, die in der ganzen Schweiz bislang offenbar rund 60 Mitglieder zählt, ist der Ostschweizer Ignaz Bearth, der früher schon bei der Pnos und bei der SVP aktiv war.

Rechtsextremes Gedankengut?

Kritik an der neuen Partei kommt deshalb auch vom Aargauer Neonazi-Jäger Heinz Kaiser. Er bezeichnet Bearth als Rechtsextremist, der jahrelang in der Neonazi-Sezene aktiv gewesen sei.

Kaiser wirft Bearth etwa vor, er sei an einer Videoproduktion beteiligt gewesen, in dem zu seiner, Kaisers, Ermordung aufgerufen werde. Abschliessend bewiesen ist das nicht.

Aargauer DPS-Chefin Brigitte Hagen will von den Nazi-Vorwürfen allerdings nichts wissen. «Ich kann garantieren, dass unser Parteipräsident in keiner Art und Weise rechtsradikal oder ein Neonazi ist», sagt sie. «Sonst wäre ich der Partei auch nicht beigetreten.»

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