Departementsverteilung
Attiger übernimmt Baudepartement von Beyeler

Keine Überraschung bei der Departementsverteilung in der Regierung. Volkswirtschaftsdirektor Urs Hofmann, der am Wahlsonntag laut über die Vorzüge des Baudepartements nachgedacht hatte, entschied sich, im Volkswirtschaftsdepartement zu bleiben.

Mathias Küng
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Stephan Attiger übernimmt das Baudepartement

Stephan Attiger übernimmt das Baudepartement

Kommt es bei der Departementsverteilung in der am 21. Oktober gewählten Kantonsregierung zu einer kleinen Rochade oder nicht? Diese Frage stellte sich im Vorfeld der gestrigen Regierungssitzung einzig bei Volkswirtschaftsdirektor Urs Hofmann (SP).

Er hatte am Wahlsonntag laut über die spannenden Themen im frei werdenden Baudepartement des nicht mehr zur Wahl angetreteten Amtsinhabers Peter C. Beyeler (FDP) nachgedacht. Derweil hatten Landammann Susanne Hochuli (Grüne), Landstatthalter Alex Hürzeler (SVP) und Finanzdirektor Roland Brogli (CVP) klar gemacht, dass sie sich in ihrem Departement äusserst wohl fühlen und es behalten möchten.

Jetzt steht fest: die Bisherigen behalten ihre Departemente. «Nach äusserst kurzer Diskussion wurde durch den neuen Regierungsrat eine kollegiale Lösung getroffen», schreibt die Staatskanzlei. Die Departentsverteilung 2013/16 sieht wiefolgt aus:

  • Urs Hofmann: Departement Volkswirtschaft und Inneres.
  • Alex Hürzeler: Departement Bildung, Kultur und Sport.
  • Roland Brogli: Departement Finanzen und Ressourcen.
  • Susanne Hochuli: Departement Gesundheit und Soziales.
  • Stephan Attiger: Departement Bau, Verkehr und Umwelt.
  • Der Amtsantritt der neuen Regierung erfolgt am 1. April 2013.

Hofmann wollte schliesslich im DVI bleiben. Die Meldung der Staatskanzlei, die Verteilung sei «nach äusserst kurzer Diskussion» erfolgt, lässt erahnen, dass Urs Hofmann letztlich sein Departement doch behalten wollte. Er bestätigt dies gegenüber der Aargauer Zeitung. Stephan Attiger hat er dies schon am Wochenende mitgeteilt. Die Medienberichterstattung nach den Wahlen zu Hofmanns Überlegungen für einen denkbaren Wechsel hatten ein grosses Echo und dieses wiederum bei Hofmann einen wirklich ernsthaften Prozess ausgelöst. Darüber nachgedacht hat Hofmann auch, weil der bald 56jährige in vier Jahren kaum noch wechseln könnte. Wenn überhaupt, stellte sich diese Frage also jetzt.

Im Abwägen zwischen den spannenden Aufgaben im Bau- und im Volkswirtschaftsdepartement (DVI) entschied er sich aber zum Bleiben. In erster Linie, weil bei ihm mehrere grosse Projekte in Arbeit sind: etwa die neue Lastenverteilung zwischen Kanton und Gemeinden, der neue Finanzausgleich, die Zukunft der Polizeilandschaft Aargau und die Umsetzung von Hightech Aargau. Dass ein Departement mal vom Vertreter einer anderen Partei übernommen wird, wäre eine Motivation für einen Wechsel gewesen, sagt Hofmann.

Doch mit Blick auf den Grossen Rat schätzte er seinen Handlungsspielraum im Baudepartement zur Erarbeitung mehrheitsfähiger Vorlagen als kleiner ein als im DVI. Auch dies trug zu seinem Entscheid für den Verbleib im DVI bei, wo es ihm gefalle, wie er betont.

Attiger: «Es stimmt für mich»

Der neu in den Regierungsrat gewählte bisherige Badener Stadtammann Stephan Attiger betont auch nach der Departementsverteilung, als Neugewählter könne man nicht auswählen. Mit dem Resultat ist er aber augenscheinlich zufrieden, hat er doch «eine grosse Affinität zu Energiefragen», wie er gegenüber der Aargauer Zeitung bekräftigt.

Aus seiner derzeitigen Tätigkeit heraus hat er auch starke Bezüge zu Verkehrs- und Umweltfragen. Attiger: «Es stimmt für mich.» Als gut erachtet er die Lösung auch aus Regierungssicht, ergebe sich dadurch doch eine grosse Kontinuität.