«Mein Ansporn ist es, diesen Menschen eine Perspektive zu geben», sagt Rolf Hofmann. Wenn Asylbewerber nichts zu tun hätten, würden sie tendenziell der Gesellschaft mehr Probleme bereiten, begründet Hofmann seine Initiative. Für den Gratis-Dienst als Rikscha-Fahrer kriegt Homayun Naib vom Sozialamt zusätzlich zu den Sozialleistungen 2.50 Franken pro Stunde. Allfälliges Trinkgeld dürfte der Afghane behalten.

Dass die Rikscha-Fahrer aufgrund dieses Amtes erniedrigt würden, sieht Rolf Hofmann nicht. «Aus Sicht des Asylbewerbers sehe ich es als Ehre, nicht als Degradierung an», rechtfertigt er sein Projekt. Die Allgemeinheit unterstütze die Asylbewerber durch Steuergelder – sein Impuls ermögliche es nun den Asylbewerbern, der Allgemeinheit etwas zurückzugeben.

Homayun Naib freut sich jedenfalls auf die Tätigkeit: «So komme ich in Kontakt mit Leuten und kann mein Deutsch verbessern.» Das Rikscha-Projekt wird Mitte Mai offiziell lanciert. Bis zu fünf Asylbewerber, sollen dann in die Pedalen treten. (yas)