Asylunterkünfte
Asyl-Siedlung in Wohncontainer: Bauer glaubt weiterhin an sein Projekt

Eine Wohncontainersiedlung mit Platz für etwa 20 bis 50 Asylsuchenden auf einem Stück Land, das momentan noch in der Landwirtschaftszone liegt. Das ist die Idee von Bauer Walter Weber aus Brittnau. Welche Reaktionen hat er bekommen?

Christine Fürst
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Walter Weber auf seinem Land, auf dem er ein Dorf für Asylbewerber errichten will.

Walter Weber auf seinem Land, auf dem er ein Dorf für Asylbewerber errichten will.

Raphael Nadler

Letzte Woche hat er den Gemeinderat von Brittnau, den Regierungsrat und sogar den Bundesrat angeschrieben und sein Projekt skizziert. «Das ganze Projekt ist durchdacht, ich will damit etwas bewegen», sagt er.

Weber will damit gleich zwei Probleme lösen: Er will etwas zum akuten Unterbringungsproblem von Asylsuchenden des Kantons beitragen und dies soll zugleich auch seine Existenz sichern. Weber hat vor zwei Jahren seine Stelle als Berufsschullehrer verloren und lebt nun vom Einkommen seines kleinen Bauernbetriebs.

Bauer bekam keine Drohungen

Um sein Land sinnvoll zu nutzen, ist er auf die Idee der Wohncontainersiedlung gekommen. Die az wollte nun von Bauer Walter Weber wissen, welche Reaktionen er aus der Bevölkerung bekam: «Es hat mich wirklich sehr gefreut, ich habe keine Drohung bekommen, das finde ich sehr fortschrittlich», sagt er.

Projekt-Idee «Asylanten-Siedlung auf dem Land»
7 Bilder
Bauer Weber mit einem seiner Schäfchen
Bauer Waler Weber
Walter Weber auf seinem Land, auf dem er ein Dorf für Asylbewerber errichten will.
Bauernhof von Landwirt Weber an der Bötscheshalden in Brittnau
Der Plan einer Wohncontainer-Siedlung auf Wlater Webers Bauernhof.
In solchen Wohncontainern können laut Landwirt Weber die Asylsuchenden untergebracht werden

Projekt-Idee «Asylanten-Siedlung auf dem Land»

Raphael Nadler

«Meine Idee hat an den Stammtischen sicherlich zu reden gegeben, aber damit habe ich kein Problem», sagt Weber weiter. Er hätte mit Reaktionen rechnen müssen. «Die Leute grüssen mich normal auf der Strasse.»

Er bleibe bei seiner Idee und warte nun auf die Antwort der Abteilung für Baubewilligungen des Departements Bau, Verkehr und Umwelt. Er muss wissen, ob seine Idee in einer Landwirtschaftszone überhaupt machbar wäre und ob der Kanton und die Gemeinde hinter ihm stehen.

Aber eines weiss er sicher: «Ich will nicht etwas stur durchziehen, es muss eine Entwicklung, ein Prozess, stattfinden. Ich glaube noch immer an mein Projekt.»

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