Beschwerde
Arzt Ingo Malm zieht Urteil an Menschenrechts-Gerichtshof

Der umstrittene Arzt Ingo Malm zieht das Bundesgerichtsurteil gegen ihn an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg weiter. Das ändert nichts daran, dass er seine Arzttätigkeit in wenigen Tagen aufgeben muss.

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Ingo Malm ist der Meinung, dass seine Menschenrechte massiv verletzt worden sind. (Archivfoto)

Ingo Malm ist der Meinung, dass seine Menschenrechte massiv verletzt worden sind. (Archivfoto)

fh/archiv

In einer Mitteilung lässt der deutsche Mediziner verlauten, seine Menschenrechte seien massiv verletzt worden. Im Juni hatte das Bundesgericht dem Mediziner, der in Berikon eine Praxis mit mehreren Ärzten betreibt, die Vertrauenswürdigkeit abgesprochen. Damit bestätigten die Lausanner Richter den Entscheid des kantonalen Departements Gesundheit und Soziales (DGS), Malm die Bewilligung zur selbstständigen Berufsausübung zu entziehen.

Ärztezentrum Mutschellen: Hier praktiziert Ingo Malm noch bis zum 17. September.

Ärztezentrum Mutschellen: Hier praktiziert Ingo Malm noch bis zum 17. September.

Malm reagierte mit einem Wiedererwägungs- und einem Gnadengesuch bei der Aargauischen Regierung, blitzte dort aber ab. Der Regierungsrat hielt am Berufsausübungsverbot fest, weil sich keine neuen Aspekte ergeben hatten, die eine andere Beurteilung seines Falls zuliessen. Das bedeutet, dass Malm seine Tätigkeit auf dem Mutschellen am 17. September einstellen muss.

Daran ändert auch der Weiterzug des Urteils an den Menschenrechts-Gerichtshof in Strassburg nichts. «Der Beschwerde von Herrn Malm kommt keine aufschiebende Wirkung zu», sagt Balz Bruder, Leiter Kommunikation im DGS, auf Anfrage. (fh)