Abstimmungskampf
Armeechef Blattmann nimmt Hochulis Anti-Gripen-Kampf sportlich

Die Aargauer Militärdirektorin Susanne Hochuli kämpft in einem Komitee gegen den Kauf des Gripen. Von bürgerlicher Seite wurde sie dafür hart kritisiert. Anders äussert sich Armeechef André Blattmann.

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Gegensätzliche Gripen-Positionen: Der Schweizer Armeechef André Blattmann und die Aargauer Militärdirektorin Susanen Hochuli.

Gegensätzliche Gripen-Positionen: Der Schweizer Armeechef André Blattmann und die Aargauer Militärdirektorin Susanen Hochuli.

Alex Spichale/Walter Bieri

Die grüne Regierungsrätin Susanne Hochuli engagiert sich als Co-Präsidentin des aargauischen Gegner-Komitees gegen den Gripen-Kauf für die Schweizer Armee. Bürgerlichen Politikern stiess das sauer auf.

SVP-Fraktionschef Andreas Glarner würde ihr deshalb am liebsten die Militärdirektion wegnehmen. FDP-Präsident Matthias Jauslin meinte, es liege nicht drin, dass es Hochuli beim Gripen «besser wissen will als das VBS». Und CVP-Fraktionschef Peter Voser fand ihr Engagement «unglücklich, fragwürdig und nicht nötig» (die az berichtete).

Ganz anders reagiert dagegen der Schweizer Armeechef André Blattmann, der vor kurzem der Schweizer Bevölkerung riet, für den Notfall Wasser und Nahrung zu bunkern, und der selbst etwa 300 Liter Mineral im Keller lagert (die az berichtete).

Vom Regionalsender Tele M1 auf Hochulis Engagement angesprochen, sagte er gelassen: «Selbstverständlich darf sich eine Politikerin das leisten.» Er glaube sogar, das mache «unsere Vielfalt aus in unserem Land. Susanne Hochuli und ich haben nicht dieselbe Rolle.» (pz)

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