Vor knapp einer Woche hat ein Projektil das Fenster einer Wohnung in Oberwil-Lieli durchschlagen. Verletzt wurde niemand. Das VBS vermutet, dass der Schuss aus einer Armeewaffe abgegeben wurde.

Recherchen von Tele M1 zeigen nun, dass es sich bei der Waffe um ein Maschinengewehr eines Armee-Schützenpanzers handeln könnte. Die Armeejustiz bestätigte auf Anfrage, dass das gefundene Projektil Kaliber 12,7 mm hat und daher nicht aus einem Sturmgewehr stammt.

Das überrascht auch Oberwil-Lielis Gemeindammann Andreas Glarner. Auch er vermutete ein Projektil aus einem Gewehr, hegte aber zuletzt gewisse Zweifel, ob der Schuss wirklich auf dem vier Kilometer entfernten Waffenplatz Reppischtal in Birmensdorf abgegeben wurde.

«Die Familie hat wirklich unglaubliches Glück gehabt», sagt der SVP-Nationalrat gegenüber Tele M1 angesichts der Tatsache, dass es sich um ein viel grösseres Kaliber handelt.

Nicht zum ersten Mal trifft eine Kugel aus einem Maschinengewehr der Schweizer Armee ein Wohngebäude. Im August 2016 schlug ein Projektil vom Waffenplatz Thun in einem Wohnhaus ein. Das Maschinengewehr war ebenfalls auf einem Schützenpanzer montiert. (nim/cze)