Jugendmedienwoche

«Arena»-Moderator Jonas Projer teilt seine Erfahrungen mit Jugendlichen

Jonas Projer gibt heute Abend das Zepter an die drei Gymnasiasten ab: Sara Beeli aus Meilen, Luis Baptista aus Bonaduz und Andrea Marti aus Gipf-Oberfrick.

Jonas Projer gibt heute Abend das Zepter an die drei Gymnasiasten ab: Sara Beeli aus Meilen, Luis Baptista aus Bonaduz und Andrea Marti aus Gipf-Oberfrick.

Wenige schaffen es, Politiker so charmant abzuklemmen, wie «Arena»-Moderator Jonas Projer. Den Jugendlichen erklärt er, wie man es schafft, den Politikern Antworten zu entlocken.

«Egal, was ich frage oder was ich mache, er versucht es», sagt Jonas Projer zu den Jugendlichen und spricht über die Politiker im «Arena»-Studio. «Jeder will seine Botschaft platzieren, so lange und so ausführlich und so oft wie möglich». Projer moderiert die «Arena» seit 2014 und bereitet die drei Gymnasiasten auf den Umgang mit den Politgästen vor. «Ein bekannter nationaler Politiker sagte einmal zu mir, dass er innerhalb der ersten halben Stunde seine Botschaft fünf Mal raushaue. Wieso in der ersten halben Stunde? Weil er weiss, dass die Zuschauerzahlen dann am höchsten sind.»

Je besser sie die Fragen vorbereitet hätten, desto mehr könnten sie auf die Beantwortung insistieren, erklärt Projer den Schülern. «Wenn die Antwort nicht richtig kommt, dann könnt ihr höflich sagen: Gefragt habe ich Sie aber etwas anderes.» Sollte der Gast die Frage dennoch nicht beantworten, dürften die Schüler auch sagen: «Jetzt habe ich Sie bereits zwei Mal gefragt, wollen Sie einfach keine Antwort geben?»

Wichtig sei dabei, die Transparenz gegenüber dem Publikum zu wahren und dieses mit ins Boot zu holen. «Letzte Woche wollte ein Gast eine Frage wirklich nicht beantworten, dann musste ich sagen: ‹Hören Sie, das Publikum zu Hause möchte wirklich wissen, ob Sie für oder gegen die Sozialhilfesenkung sind.›»

Sollte gar nichts mehr helfen, stellt sich Projer neben einen Gast hin: «Wenn es ein sehr dominanter Gast ist, lege ich ihm auch einmal eine Hand auf die Schulter. Aber da müsst ihr schauen, was ihr euch traut und womit ihr euch wohlfühlt.»

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