Zum Fall: Der 1963 geborene V. meldete sich am 7. Mai 2012 erstmals zur Arbeitsvermittlung ab 1. Juni 2012 an. Von dieser konnte er sich aber bereits per 13. Juli 2012 wieder abmelden, da er in der Zwischenzeit eine Stelle gefunden hatte.

Nachdem V. diese Stelle wieder verloren hatte, meldete er sich am 28. Januar 2013 per 1. Februar 2013 erneut zur Arbeitsvermittlung an und stellte einen Antrag auf Arbeitslosenentschädigung.

Mit Verfügung vom 22. Februar 2013 stellte ihn das Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Aargau ab 1. Februar 2013 für neun Tage in der Anspruchsberechtigung ein. Begründung: V. habe sich zwischen dem 1. November 2012 und dem 31. Januar 2013 nur ungenügend um Arbeit bemüht.

Auf Einsprache des Versicherten hin reduzierte das Amt die Einstelldauer auf sechs Tage, da V. vor dem 5. Dezember 2012 nicht mit einer erneuten Arbeitslosigkeit habe rechnen müssen.

Unentgeltliche Rechtspflege

Die von V. dagegen erhobene Beschwerde wies das Versicherungsgericht des Kantons Aargau mit Entscheid vom 19. November 2013 ab.

Mit Beschwerde beantragte V., ihm seien unter Aufhebung des Einsprache- und des kantonalen Gerichtsentscheids die Taggelder ungekürzt auszubezahlen. Zudem stellt der Versicherte ein Gesuch um die unentgeltliche Rechtspflege.

Bei der Beurteilung der Frage, ob sich eine Person genügend um zumutbare Arbeit bemüht, hält das Bundesgericht in seinem Urteil fest: Neben der Qualität sei auch die Quantität von Bewerbungen von Bedeutung.

In der Praxis würden durchschnittlich zehn bis zwölf Stellenbewerbungen pro Monat in der Regel «als genügend» erachtet. Bei leichtem Verschulden, so das Bundesgericht, dauere die Einstellung einen Tag bis 15 Tage.

Auf 7 Stellen beworben

«Streitig und zu prüfen ist, ob das kantonale Gericht Bundesrecht verletzte, als es die Einstellung des Versicherten in der Anspruchsberechtigung während sechs Tage bestätigte.»

Laut Bundesgericht «steht fest und ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer sich in der Zeit zwischen dem 5. Dezember 2012 und dem 31. Januar 2013 lediglich auf sieben Stellen beworben hat.

Damit hat er sich selbst dann ungenügend um zumutbare Arbeit bemüht, wenn man ihm die Woche vom 5. Dezember bis zum 12. Dezember 2012 als Reaktionszeit auf die überraschende Nicht-Verlängerung seines befristeten Arbeitsvertrags zubilligen werden.»

Abschliessend hält das Bundesgericht fest: «Die Vorinstanz hat nicht gegen Bundesrecht verstossen, als sie die Einstellung des Versicherten in der Anspruchsberechtigung bestätigte. Seine Beschwerde ist somit abzuweisen.»