Matteo Sciacca ist ein besorgter Familienvater. Nach dem Unglück vom Donnerstag, wo der vierjährige Zenel in den Aabach fiel und am Freitag nur tot geborgen werden konnte, macht er sich Gedanken. Ein solcher tragischer Unfall soll sich nicht wiederholen.

Ein Zaun soll den Bach vom Schulweg abgrenzen und die Kinder vom Wasser fernhalten. Sciacca, der selbst mit seiner Familie am Aabach wohnt, möchte nun Unterschriften sammeln, wie er gegenüber TeleM1 sagt. Schon früher war ein Zaun am Unglücksort Thema, erinnert er sich. «Als ich 18 Jahre alt war, haben die Eltern von Kollegen gesagt, dass hier einmal etwas passieren wird.» Damals sei mit der Gemeinde, dem Kanton und auch Immobilienfirmen gesprochen worden, doch bis heute sei nichts geschehen.

Für Peter Dietiker, Bademeister in Möriken-Wildegg, und auch andere Einwohner ist ein Zaun keine Lösung. Die Aufsicht der Eltern sei wichtiger. Dietiker sieht aber die Gefahr, die vom Bach gerade bei Hochwasser ausgeht. «Auch ein Erwachsener hat sehr Mühe, hier lebend herauszukommen», sagt er. (ldu)   

Nachbarin Naile Murtezi: «Gerade fuhr er noch mit seinem Velo rum, dann war er plötzlich weg»

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In Möriken-Wildegg wird seit Donnerstagabend der vierjährige Zenel vermisst. Eine Nachbarin erzählt im Interview, wie sie das Drama um den verschwundenen Bub miterlebt hat.