Vorstoss

Angst um die tolle Autonummer – Grossrat Hilfiker fordert bei Diebstahl das selbe Kontrollschild zurück

FDP-Grossrat fordert bei Nummernschild-Diebstahl dasselbe Schild zurück

FDP-Grossrat fordert bei Nummernschild-Diebstahl dasselbe Schild zurück

Normalerweise erhält man im Falle eines Diebstahls der Autonummer nicht das vorheriges Nummernschild zurück, sondern bekommt ein Neues – je nach dem mit ganz anderen Zahlen. Dies stösst FDP-Grossrat Silvan Hilfiker sauer auf. Er will nun dagegen ankämpfen und fordert „das Recht auf das Autonummernschild“.

Im Falle eines Diebstahls der Autonummer erhält man im Kanton Aargau nicht das vorherige Nummernschild zurück, sondern bekommt ein Neues – je nach dem mit ganz anderen Zahlen. Dies stösst FDP-Grossrat Silvan Hilfiker sauer auf. Dagegen an kämpft nun FDP-Grossrat Silvan Hilfiker.

Aargauer mögen tiefe Autonummern: Früher wurden die drei- oder vierstelligen Kennzeichen vom Strassenverkehrsamt in öffentlichen Versteigerungen an den Meistbietenden verkauft. Heute erfolgen die Auktionen der Autonummern online, die laufende Versteigerung endet am 7. Oktober. Am höchsten ist derzeit das Gebot für «AG 9949»: Ein Interessent ist bereit, für das Kennzeichen stolze 4800 Franken zu zahlen.

Gerade für Liebhaber tiefer Nummern, die für ihr Kontrollschild möglicherweise tief in die Tasche gegriffen haben, ist die Regelung des Kantons nach dem Diebstahl einer Nummer ärgerlich. Normalerweise erhält man in diesem Fall nicht das vorhe­rige Nummernschild zurück, sondern bekommt ein neues – je nachdem mit ganz anderen Zahlen. Dies stösst FDP-Grossrat Silvan Hilfiker sauer auf. Er will nun dagegen ankämpfen und fordert «das Recht auf das Autonummernschild».

Eine fünfstellige Nummer als Ersatz

Dass Kontrollschilder verloren gehen oder gar gestohlen werden, ist kein neues Phänomen. Erst vor wenigen Tagen wurde etwa in Kölliken ein Auto demoliert und die Autonummer abgerissen. Ein Schicksal, das auch FDP-Grossrat Silvan Hilfiker aus Oberlunkhofen kennt und deshalb einen politischen Vorstoss zum Thema eingereicht hat. Dies gemeinsam mit seinen beiden Parteikollegen Stefan Huwyler (Muri) und Titus Meier (Brugg). «Einem Bekannten von mir wurde eine vierstellige Autonummer gestohlen», erklärt Hilfiker gegenüber dem Regionalsender Tele M1. «Vom kantonalen Strassenverkehrsamt hat er als Ersatz eine fünfstellige Nummer erhalten. Da haben wir beide gefunden, das könne doch nicht sein.»

Auch das Diebstahlopfer von Kölliken musste seiner fünfstelligen Nummer für immer Lebewohl sagen. Stattdessen erhielt er ein hohes sechsstelliges Kontrollschild. Dabei habe manch ein Autolenker eine emotionale Bindung zu seiner Nummer, nicht selten würden Nummernschilder gar von Generation zu Generation weitergereicht, wie Hilfiker weiter ausführt.

Hilfiker trifft einen Nerv: Leute bedanken sich schon

In seinem Vorstoss möchte der Grossrat von der Regierung deshalb wissen, warum ein bisheriges Kontrollschild nicht 1 zu 1 ersetzt werden könne und nach welchen Kriterien eine neue Autonummer überhaupt zugeteilt werde. «Das Beste wäre», sagt Hilfiker, «wenn man nach dem Verlust des Kontrollschilds mit der gleichen Nummer weiterfahren dürfte.» Dies werde allerdings kaum möglich sein, erkennt auch der FDP-Politiker. Darum erhoffe er sich, dass künftig wenigstens eine Nummer in der gleichen Grössenordnung ausgestellt werden könne.

Mit seinem Anliegen trifft Hilfiker offenbar einen Nerv in der Bevölkerung. Seit dem Einreichen seines Vorstosses habe er bereits zahlreiche Anrufe von Aargauern erhalten, die ihm für sein Engagement danken, berichtet der Grossrat.

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