Aarau
Am Weltflüchtlingstag treffen sich die Kulturen auf dem Fussballplatz im Schachen

Im Aarauer Schachen spielten zum diesjährigen Weltflüchtlingstag Migranten aus aller Welt Fussball, darunter eine ganze Mannschaft von Flüchtlingen.

Thomas Bucher
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CJCE-Präsident Jimmy Mpezo (l.) und Turnierleiter Francois Mbaki.

CJCE-Präsident Jimmy Mpezo (l.) und Turnierleiter Francois Mbaki.

Auch der Organisator des Turniers, Jimmy Mpezo, floh vor 12 Jahren in die Schweiz. Mpezo führte schon Polizisten und Migranten zu einem Fussballspiel zusammen.

Conseil des Jeunes Congolais

CJCE steht für «Conseil des Jeunes Congolais de l'Etranger» (Komitee der jungen Auslandkongolesen). Es will vorab die gemeinsamen Interessen junger Kongolesen in der Schweiz wahren und fördern. Der CJCE sieht sich als politische Vertretung aller Kongolesen in der Schweiz und ist Mitglied der Schweizer Flüchtlingshilfe. Sitz des 2003 von Jimmy Mpeza gegründeten Vereins ist Aarau. Das CJCE hat bei der UNO Unterstützung angefordert, um von den Afrikaner-Vereinen hierzulande besser wahrgenommen zu werden. (TB)

«Bosnia» gegen «Argovie Afrique» oder «Contact Aarau» hiess es am Samstag im Schachen. Das Fussballturnier zum Weltflüchtlingstag 2013 verfolgte das Ziel, die Verständigung der Kulturen in der Schweiz zu fördern.

«Eigentlich haben sich acht Mannschaften angemeldet, jetzt sind es vier», sagte Jimmy Mpezo zufrieden.

Mpeza ist Präsident des «Komitees junger Kongolesen» (CJCE, vgl. Box), unter dessen Patronat das Turnier stattfand. Eine Mannschaft bestand komplett aus Asylbewerben.

Jimmy Mpezo kam vor 12 Jahren als Flüchtling aus dem Kongo in die Schweiz. Er beginnt im Herbst ein Studium an der Hochschule für Management in Genf. Soziokulturelles Recht, das interessiere ihn, erzählte Mpezo.

2007 organisierte er in Aarau einen Fussball-Match, der ihm besonders in Erinnerung blieb: «Kantonspolizisten spielten gegen Asylbewerber. Das war super», erzählte Mpezo, der mit viel «passion» Projekte entwickle.

Aarau gehört zu den Sponsoren

Bei all den Anlässen ist das CJCE auf Sponsoren angewiesen. Darunter befinden sich die Stadt Aarau sowie private Firmen und Institutionen. So bekam jeder Fussballer einen Preis.

Auf dem Platz wurde hart um jeden Ball gekämpft, doch die Spiele blieben fair. Weil die bosnische Mannschaft in Unterzahl antrat, lieh ihr das Team «Contact Aarau» kurzerhand zwei Spieler aus.

Gewinnen war zumindest für Mpezo Nebensache: «Schon damit, dass das Turnier stattfindet und so viele Kulturen zusammenbringt, habe ich gewonnen.»