Die Autos werden geparkt, die Einkaufswagen werden geschnappt und man verschwindet in der IKEA. Nach zwei Stunden verlässt man das schwedische Möbelhaus mit gefüllten Wagen. Eigentlich alles ganz normal in der IKEA Spreitenbach. Doch heute war es doch nicht ganz so wie immer. Auffällig viele der Einkäufer sprachen Hochdeutsch.

An deutschen Feiertagen, wie dem «Tag der Deutschen Einheit», nutzen die Leute aus unserem Nachbarsland die Chance für einen Shopping-Ausflug in die Schweiz. Durch den Ansturm kann es schon einmal dazu kommen, dass sich eine lange Auto-Schlange rund um das Gebäude der IKEA Spreitenbach bildet.

Viele Deutsche kommen an Feiertagen über die Grenze

«An Feiertagen steigt die Anzahl der deutschen Kunden von 7 auf 20 bis 30 Prozent», erzählt Virginia Bertschinger, PR Managerin von IKEA Schweiz. Auch heute kam etwa ein Viertel der Besucher aus Deutschland. Die meisten sind aus dem Landkreis Waldshut, gleich nach der Schweizer Grenze. «Bei der kurzen Distanz lohnt sich die Fahrt», sagt einer der Kunden aus Deutschland.

Mit einem Warenkorb voller Regale, Decken und Bilder verlässt auch Familie König die IKEA. Sie kommen ebenfalls aus Waldshut. «Wir haben ungefähr eine Stunde gebraucht bis hierher», erklärt Paul König. Sie haben den Nationalfeiertag zuhause genutzt, um in der IKEA die letzten Dinge für das Kinderzimmer des baldigen Nachwuchses zu besorgen.

Dabei spielt es keine Rolle ob man in die IKEA Schweiz geht oder in den Filialen in Deutschland einkauft: Der Preis ist der gleiche. «Wir haben vorher die Preise verglichen und der Unterschied ist unwesentlich», verrät die schwangere Katja König bevor sie mit dem Beladen des Autos beginnt.

Interview mit Familie König aus Walshut.

Interview mit Familie König aus Walshut.