az-Mediencamp
Am Sonntag angekommen, ab Montag schreiben die Jüngsten bei den Grossen mit

Die 12 Teilnehmer des az-Mediencamps haben am Sonntag ihre Arbeitsplätze im Newsroom der Aargauer Zeitung in Aarau eingerichtet. Ab Montag recherchieren, fotografieren und schreiben sie wie die gestandenen Journalisten auch für den Regionalbund.

Peter Siegrist
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Mit grossem Gepäck und voller Neugierde vor dem Lagerhaus: Miro Müller, Calvin Stettler, Matthias Hug, Noëmi Laux, Selina Mosimann, Martina Gaugler (vorne von links); Michael Tobler, Patrick Züst, Yanick, Ammann, Désirée Gilg, Seraina Ummel, Laura Rufer (hinten von links)

Mit grossem Gepäck und voller Neugierde vor dem Lagerhaus: Miro Müller, Calvin Stettler, Matthias Hug, Noëmi Laux, Selina Mosimann, Martina Gaugler (vorne von links); Michael Tobler, Patrick Züst, Yanick, Ammann, Désirée Gilg, Seraina Ummel, Laura Rufer (hinten von links)

Peter Siegrist

Gestern Nachmittag sind die 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des az-Mediencamps mit Sack und Pack in Unterentfelden eingetroffen.

Für Begrüssungsapéro und Zimmerbezug blieb wenig Zeit, denn im Newsroom der Aargauer Zeitung in Aarau waren die Arbeitsplätze einzurichten und die ersten Ausbildungsblöcke zu bestehen.

In einem Blitzkurs Fotografie lernten die jungen Leute den Umgang mit einer Spiegelreflexkamera. Denn für ihre Zeitungsartikel werden sie ja selber fotografieren.

Ab sofort sprechen az-Camper nun von Bildern, das Wort «Föteli» haben sie aus ihrem Vokabular gestrichen. Ebenso ist die vollautomatische Einstellung an der Kamera für diese Woche tabu. Die Jungen erlernen und üben den Umgang mit Autofokus, Blende und Verschlusszeit.

In einer zweiten Sequenz lernten die 16- bis 21-Jährigen die Aargauer Zeitung mit ihrer Blattarchitektur kennen und nahmen bereits viele Fachausdrücke aus dem Journalistenjargon in ihren Wortschatz auf.

Wenn sie also künftig von ihren Geschichten sprechen, dann denken sie natürlich an Artikel, Berichte und Interviews. Der Lagerleiter stellte in einem Abriss kurz die verschiedenen journalistischen Textformen vor.

Von jetzt an ist klar: Das Wichtige gehört an den Anfang des Textes. So wurde nicht allein über das Schreiben diskutiert, sondern auch die Erwartungen der Leser sowie die eigenen Erfahrungen wurden erörtert.

Chefredaktor Christian Dorer besuchte seine «neuen Journalisten» kurz und stand ihnen Red und Antwort. In einem ungezwungenen Gespräch erläuterte Dorer seine Funktion und erzählte von seinem Werdegang in den Journalismus.

Dorer erwähnte das Feuer, das es brauche für diesen Beruf, und vermochte die Jungen zu begeistern.

Noëmi Laux, 16, aus Laufenburg ist einer der az-Camperinnen. Sie hat sich beworben, weil sie sich ernsthaft mit dem Weg zur Journalistin beschäftigt.

«Ich schreibe gern und möchte ganz klar einmal Journalistin werden.» Noëmi freut sich auch über die vielen Kontakte mit Journalisten, die sich in dieser Woche ergeben.

Ähnliches gilt für Calvin Stettler, 18, aus Niederrohrdorf. Der Gymnasiast sagt: «Ich schreibe und rede gern und möchte einmal im Sportjournalismus tätig werden.

Diese Woche hat das Schreibende Dutzend die Gelegenheit, das Entstehen der Zeitung hautnah zu erleben.