Eine stattliche Gruppe von 140 Mädchen, zwischen 11 und 16 Jahren, nahm am Mädchenkulturtag in Zofingen teil. Bereits zum 20. Mal wurde dieser kantonale Anlass der Jugendarbeit Aargau (AGJA) durchgeführt und von den Organisatorinnen Fränzi Schneeberger und Lea Schmidmeister betreut.

Unter dem Motto «Be creative» traf sich die überaus bunt zusammengewürfelte Gruppe im Oxil an der Oberen Brühlstrasse, dem Jugendkulturlokal von Zofingen. Nach dem Einstieg, genannt «Warm-up» und der Präsentation von verschiedenen Themen und Workshops verteilten sich die Gruppen auf die unterschiedlichen Orte. «Fancy Bakery» wurde in einer Schulhausküche angeboten. Der Kreativität seien dort keine Grenzen gesetzt, hiess es: «Hamburger-Kuchen und Kuchen-Pommes in den sogenannten «Cupcakes» würden fabriziert.

«Artistik» und «Parkour», waren vor allem für bewegungsfreudige Mädchen gedacht. «Bei der Artistik hängen von der Decke in der Turnhalle bunte Tücher und man fühlt sich wie an einer Akrobatik-Show im Zirkus», berichtete Lea Schmidmeister. «Parkour» werde üblicherweise draussen, in Gassen und über kleinere und grössere Mauern ausgeführt. In Zofingen finde auch dieser Teil in einer Turnhalle statt.

Fotografie und Film

Ebenfalls draussen, rund um den Jugendtreff, wurde fotografiert und gefilmt. «Selfies sind von gestern» hiess der Slogan. Heute fotografiere man wieder mit hervorragenden Kameras, wie sie Profis benützten. Bei diesem Workshop lerne man vor allem verschiedene Belichtungseinstellungen und den Umgang mit Vorder- und Hintergrund. Begeistert machten sich die angehenden Fotografinnen auf die Pirsch. Einen «Trailer», was so viel heisst wie Kurzfilm, stellte die Gruppe in der Videokunst her. Nach dem Filmen waren vor allem die Übertragungen auf verschiedene Laptops sowie das Schneiden eine grosse Herausforderung. Es gab dabei auch manche Enttäuschung wegzustecken, wenn das Resultat auf dem PC nicht ganz so den ersten Erwartungen entsprach. Natürlich durfte auch die Kunst nicht fehlen und es wurde fleissig gemalt, nach verschiedenen Anleitungen und Vorlagen. Im Oberen Stock vom Oxil wurde zudem fleissig an Siebdrucken gearbeitet und aus «Alt mach neu» war für T-Shirts und andere Kleidungsstücke gedacht.

Die beiden Organisatorinnen und viele Helferinnen aus der Jugendarbeit waren überaus engagiert bei der Durchführung der Angebote. Zum Abschluss des Tages freute man sich auf die verschiedenen Präsentationen. «Kreativität bedeutet, Neues zu schaffen, und wir sind gespannt auf die Resultate», so Lea Schmidmeister. Nach dem gemeinsamen Nachtessen und zum Abschluss des Tages fand auch eine Disco statt.