Pflege

Alters- und Pflegeheime haben Pandemie-Konzepte gegen das Corona-Virus

Alters- und Pflegeheime behandeln das Corona-Virus wie das Noro-Virus (Symbolbild)

Alters- und Pflegeheime behandeln das Corona-Virus wie das Noro-Virus (Symbolbild)

Ältere und kranke Menschen sind durch das Corona-Virus besonders gefährdet, mit zunehmendem Alter steigt die Sterblichkeitsrate von Infizierten. In den Aargauer Alters- und Pflegeheimen gibt es Pandemie-Konzepte, die bei Corona-Fällen angewendet würden. Die Massnahmen sind dieselben, wie bei Fällen des Noro-Virus.

Das neue Corona-Virus ist für ältere Menschen gefährlicher als für junge - der Anteil erkrankter Personen, die daran sterben, steigt mit dem Alter. Bei den 50- bis 59-Jährigen liegt diese Rate bei 1,3 Prozent, bei den 60-69-Jährigen bei 3,6 Prozent, bei den 70- bis 79-Jährigen bei 8 Prozent und bei den über 80-Jährigen bei 14,8 Prozent.

Eine besonders gefährdete Gruppe sind damit Bewohnerinnen und Bewohner von Alters- und Pflegeheimen - das weiss auch Andre Rotzetter, CVP-Grossrat und Geschäftsführer des Vereins für Altersbetreuung im Oberen Fricktal. «Grundsätzlich muss jedes Alters- und Pflegeheim im Kanton über ein Pandemiekonzept verfügen», sagt Rotzetter, dessen Verein zwei Alterszentren und mehrere Alterswohnungen in Frick und Laufenburg betreibt.

Sollten im Aargau tatsächlich Fälle des Corona-Virus auftreten, kämen diese Konzepte zur Anwendung. Darin ist festgelegt, welche Massnahmen die Heime treffen - im Prinzip sind es die gleichen, wie bei einem Ausbruch des Noro-Virus. «Man würde einzelne infizierte Bewohner isolieren, ein Besuchsverbot für das Heim erlassen und dieses unter Quarantäne stellen», sagt Rotzetter, der auch im Zentralvorstand des kantonalen Heim- und Spitalverbandes Vaka sitzt.

Auch im Normalbetrieb gelten strenge Hygieneregeln

In der aktuellen Situation ohne bestätigten Corona-Fall im Aargau seien die Alters- und Pflegeheime im Kanton aber offene Häuser. «Es wird auch nicht registriert, wer zu Besuch kommt oder welche Kontakte die Bewohner haben», erklärt Rotzetter. Für das Personal gelten ohnehin im normalen Betrieb schon strenge Hygiene-Vorschriften: Wer ein Zimmer betritt, wäscht sich vorher die Hände oder desinfiziert sie, damit sich weder Pflegepersonal noch Bewohner mit Krankheiten anstecken.

Rotzetter hält nichts davon, jetzt schon aus übermässiger Vorsicht auf Händeschütteln, Umarmungen oder Körperkontakt mit Angehörigen im Heim zu verzichten. «Gerade diese Aspekte tragen sehr zum Wohlbefinden und zur Lebensqualität der älteren Menschen bei und sind für sie sehr wichtig», hält er fest.

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