Fahrplanwechsel
Alte Mehrfahrtenkarten zu hamstern, lohnt sich noch bis Samstag

Der Tarifverbund A-Welle schlägt am Sonntag um durchschnittlich vier Prozent auf. Zugfahrer können dem Preisaufschlag jedoch ein Schnippchen schlagen, wenn sie vor dem Fahrplanwechsel noch Mehrfartenkarten zum alten Preis beziehen.

Hans Lüthi
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Emanuel Per Freudiger

Die grösste Neuerung beim neuen Fahrplan ab Sonntag, 15. Dezember, sind die höheren Preise für Busse und Bahnen. «Wir schlagen im Mittel um vier Prozent auf», sagt Martín Osuna, Geschäftsführer des Tarifverbunds A-Welle. Dazu gehören der ganze Aargau mit Ausnahme des Fricktals und Teile des Kantons Solothurn. «Mit 3,8 Prozent werden Einzelbillette und Tageskarten weniger stark erhöht, die Jahres- und Monatsabos sind mit 4,2 Prozent leicht über dem Durchschnitt», präzisiert Osuna. Bei der einjährigen Verfallsfrist der Einzelbillette zum Entwerten für Fahrten im öffentlichen Verkehr können sich die Kunden keinen allzu grossen Vorrat anlegen.

Fahrkarte ist drei Jahre gültig

Schnäppchenjäger können bis Samstag trotzdem auf ihre Rechnung kommen, falls sie viel mit Bussen und Postautos oder mit Regional- und Schnellzügen unterwegs sind. «Ein Hit ist die Mehrfahrtenkarte, da spart man Zeit zum Lösen und Geld», macht Osuna Propaganda. Denn: Zum Preis von 5 Einzelfahrten gibt es für die gleiche Strecke oder Anzahl Zonen eine Mehrfahrtenkarte für 6 Fahrten. «Mit dieser Einsparung von 16,6 Prozent sind wir deutlich grosszügiger als andere Tarifverbunde», erklärt Martín Osuna.

Auf der Kurzstrecke unterhalb einer Zone lohnt sich das Horten möglichst vieler Mehrfahrtenkarten nicht. Der Preis bleibt unverändert – aus einem technischen Grund: Die Automaten können keine Fünfräppler schlucken. Mit 20 Rappen wäre der Aufschlag zu hoch, bei 10 Rappen hätte der Halbtax-Tarif 5 Rappen ausgemacht. Mit zunehmender Distanz wird die Preiserhöhung stärker spürbar (siehe Box). Ab Sonntag kosten 4 Zonen in der 2. Klasse 44 statt 42 Franken, 8 Zonen und mehr 88 statt 85 Franken. Mit dem Halbtax reduzieren sich die Preise um die Hälfte.

Jahresabo zum alten Preis

Für die täglichen öV-Benutzer auf dem Weg zur Schule oder zur Arbeit ist das Jahresabo interessant. Es kostet gleichviel wie 9 Monatsabos, konkret für Erwachsene im ganzen
A-Welle-Gebiet 3780 Franken für das Reisen 1. Klasse und 2223 Franken in der 2. Klasse. Wer bis Samstag löst, spart mit dem alten Tarif 108 oder 63 Franken.

Bereits gespart haben die Schüler oder eher ihre Eltern für die bis Ende Schuljahr im Sommer 2014 gültigen Jahresabos. Sie müssen keinen Aufschlag berappen.

National stabile Bahnpreise

Wer nach Zürich pendelt, muss von der A-Welle aus nur mit 0,7 bis 1,4 Prozent höheren Preisen rechnen. Der Zürcher Verkehrsverbund schlägt nur alle zwei Jahre auf. Im nationalen Bahnverkehr sind die Preise stabil, nach einem starken Schub um 6 bis 12 Prozent für Halbtax- und Generalabonnement vor Jahresfrist.

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