Hitzewelle

Also doch noch: Kanton Aargau verhängt jetzt ein absolutes Feuer- und Feuerwerksverbot

Im ganzen Kanton Aargau gilt ein Feuer- und Feuerwerksverbot.

Es wird nichts mit Feuerwerken am 1. August.

Im ganzen Kanton Aargau gilt ein Feuer- und Feuerwerksverbot.

Eine Gemeinde nach der anderen hat in den letzten Tagen und Stunden offenes Feuer auf ihrem Gebiet komplett verboten. Nun reagiert auch der Kanton: Im ganzen Aargau gilt ab 17 Uhr ein absolutes Feuer- und Feuerwerksverbot!

Die Gefahrenstufe im Kanton wurde am Montagnachmittag erhöht: Die Waldbrandgefahr im Aargau hat nun die Stufe 5 von 5 erreicht. Gemäss MeteoSchweiz ist in den kommenden Tagen zudem mit einer weiteren Hitzewelle zu rechnen. Ausbleibende Niederschläge sowie die anhaltende Trockenheit mit weiter ansteigenden Temperaturen verschärfen dabei die Gefahr für Wald- und Flurbrände. 

Die Aargauische Gebäudeversicherung (AGV) erlässt deshalb ab Montag 17.00 Uhr für das ganze Kantonsgebiet ein Feuerverbot im Freien. Dieses gilt bis auf Widerruf und betrifft auch private und öffentliche Feuerwerke.

Absolutes Feuer- und Feuerwerksverbot im Aargau

Sprengspezialist Walter Weber nimmt seine Pyrotechnik wieder auseinander – er wäre für die Feuerwerke in Aarau auf der Aare und auf dem Hallwilersee zuständig gewesen. Ein Rothrister Feuerwerksverkäufer spricht derweil von einer «Katastrophe».

Das Verbot ist notwendig, weil Böden, Felder, Bäume und Büsche ausgetrocknet sind und sich die Brandgefahr in den letzten Tagen weiter erhöht hat. Offene Feuer sind damit nun strikt verboten – das Grillieren ist nur noch mit Gas- und Elektrogrills erlaubt. Auch hier ist insbesondere im Umgang mit Gasflaschen Vorsicht geboten.

Folgende Vorsichtsmassnahmen sind einzuhalten:

  • Kein Abbrennen von Feuerwerk
  • Keine brennenden Raucherwaren und Zündhölzer wegwerfen.
  • Beim Grillieren ausschliesslich Gas- und Elektrogrills verwenden.

Gemeinden waren Kanton Schritt voraus

Der kantonale Entscheid hat lange auf sich warten lassen – noch vor drei Tagen war ein absolutes Feuer- und Feuerwerksverbot nicht absehbar. Das löste bei vielen Aargauern Kritik aus. Zahlreiche Gemeinden waren dem Kanton zudem einen Schritt voraus: Sie verhängten schon vor dem Entscheid ein absolutes Feuer- sowie Feuerwerksverbot für ihr Gebiet.

Zu diesen zählen Arni, Aristau, Bad Zurzach, Baldingen, Berikon, Böbikon, Boniswil, Bottenwil, Böttstein, Boswil, Buttwil, Burg, Dottikon, Döttingen, Eggenwil, Endingen, Fisibach, Full-Reuenthal, Hirschthal, Holziken, Islisberg, Jonen, Kaiseraugst, Kaiserstuhl, Kirchleerau, Klingnau, Koblenz, Kölliken, Künten, Laufenburg, Leibstadt, Leimbach, Lengnau, Leuggern, Mellikon, Menziken, Moosleerau, Muhen, Münchwilen, Muri, Ober- und Unterentfelden, Oberwil-Lieli, Oberlunkhofen, Reitnau, Reinach, Rekingen, Rietheim, Riniken, Rudolfstetten-Friedlisberg, Rümikon, Rottenschwil, Safenwil, Sarmenstorf, Schlossrued, Schmiedrued, Schneisingen, Schöftland, Schwaderloch, Siglistorf, Staffelbach, Suhr, Tegerfelden, Uerkheim, Unterlunkhofen, Waltenschwil, Widen, Williberg, Windisch, Wislikofen, Wohlen und Zufikon. (cki)

Feuerverbot: «Es kann bis zur Verzeigung gehen»

«Es kann bis zur Verzeigung gehen»

Der Kanton Aargau hat ein absolutes Feuer- und Feuerwerksverbot verhängt. Was heisst das für die private 1.-August-Feier, den Cervelat und welche Folgen kann es haben für jemanden, der sich nicht an das Verbot hält? Michel Hassler, Mediensprecher des kantonalen Führungsstabs, im Interview.

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