Am Samstag haben die SP Frauen* Aargau im Kulturhaus Royal in Baden die erste queer-feministische Nationalratsliste der Schweiz nominiert. Die 15 Kandidierenden wollen gemeinsam in diesem Wahlkampf für Gleichstellung für alle einstehen, unabhängig von Geschlecht oder sexueller Orientierung, heisst es in der Mitteilung dazu.

Das Publikum des Nominationsfests war bunt gemischt, von Familien mit Babys bis zu hin zu Seniorinnen und Senioren. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Nationalrat und Ständeratskandidat Cédric Wermuth. Er erinnerte daran, dass Freiheit ein unteilbares Gut und nur dann gültig ist, wenn sie für alle gilt.

Der Name der Liste ist dabei Programm, wie die Co-Präsidentin der SP Frauen* Aargau, Viviane Hösli, einleitend erklärte. Queer war ursprünglich ein abschätziger Begriff für Menschen, die von der gesellschaftlichen Norm abweichen, der Begriff sei aber inzwischen von den Queer-Aktivist*innen zurückerobert worden, so Hösli.

Dann stehe der * Genderstern für eine Vielfalt von Geschlechtern. Feministisch, weil Weiblichkeit und Frauen* im Besonderen in unserer Gesellschaft einen besseren Stand verdienten. Und zu guter Letzt das Ausrufezeichen, weil die Forderung nach einer Gesellschaft ohne Rollenstereotypen von der Liste mit Nachdruck gestellt werde.

15 Menschen nominiert

Die anschliessende Vorstellungsrunde der Kandidierenden «war so bunt und vielfältig, wie sich die Liste unsere Gesellschaft wünscht», heisst es weiter. Die Nomination erfolgte mit Applaus.

Nominiert wurden für die queer*feministische Liste q*f!:

James Ackermann, Baden
Julia Conrad-Wassmer, Freienwil
Daniela Gassmann, Brugg
Sandra-Anne Göbelbecker, Baden
Peter Göbelbecker, Baden
Fabio Haller, Wölflinswil
Viviane Hösli, Zofingen
Antonia Iten, Baden
Cora Leder, Wettingen
Christian Oberholzer, Wettingen
Ruben Ott, Baden
Daniel Schiessl, Zofingen
Lea Schmidmeister, Wettingen
Sara Suter, Aarau
Ligia Vogt, Windisch