Ansturm

Alle wollen in den Schnee: Parkier-Chaos am Rotberg in Villigen und auf der Staffelegg

Anzeige  für Falschparker beim beliebten Ausflugsziel Rotberg

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Der Rotberg ist für viele in den letzten Tagen ein beliebtes Ausflugsziel, um schlitteln zu gehen. Das grosse Problem: Durch den grossen Ansturm parkieren die Leute kreuz und quer. Sogar die Polizei musste ausrücken.

Gleich an zwei Orten im Aargau ist es am Sonntag zu einem Chaos gekommen, weil Wintersportler dort wild parkierten. Die Polizei musste wegen des Ansturms an den Rotberg in Villigen und auf die Staffelegg ausrücken - angezeigt wurden die Wildparkierer aber nur an einem Ort.

Schon am Freitag wiesen die Betreiber des Skilifts am Rotberg in Villigen auf Facebook darauf hin, dass ab sofort entlang der ganzen Rotbergstrasse im Bereich des Skiliftes ein beidseitiges Parkverbot gelte. Grund für diese Massnahme der Polizei war laut dem Eintrag der letzte Mittwochnachmittag, damals sei es zu einem Parkier-Chaos in der unübersichtlichen Kurve auf der Höhe gekommen.

«Logischerweise kann es so zu gefährlichen Situationen kommen und es ist für uns auch nicht nachvollziehbar, warum in der Kurve so parkiert wurde», halten die Skilift-Betreiber fest. Dennoch standen die Autos am Sonntag kreuz und quer entlang der Strasse, wie Tele M1 berichtet.

Polizei kontrolliert und zeigt Parksünder am Rotberg an

Die Regionalpolizei Zurzibiet führte deshalb Kontrollen durch und zeigte die Parksünder an. Einer von ihnen zeigte sich zwar einsichtig, findet die Kontrollen aber grundsätzlich unverhältnismässig. «Derzeit wird viel kontrolliert, vielleicht braucht der Staat einfach mehr Geld, um die Coronapandemie zu überwinden», sagte der Mann.

Regionalpolizei-Chef René Lippuner widersprach und hielt fest, es gehe bei den Kontrollen um die Sicherheit. Wenn in der unübersichtlichen Kurve am Rotberg parkiert werde, sei dies gefährlich, sagte Lippuner. Auch auf der Staffelegg war am Sonntag die Polizei wegen wild parkierten Autos im Einsatz. Bussen wurden hier aber nicht verteilt, wie Tele M1 berichtet.

Skilift-Betreiber hoffen auf Schneefälle nächste Woche

Offen war am Wochenende nur ein einziger Skillift im Aargau, jener in Asp / Densbüren. An den anderen Skilift-Standorten lag zu wenig Schnee, um die Anlagen in Betrieb zu nehmen. Dies könnte sich in der nächsten Woche ändern, die Wetterprognosen sagen ab Dienstag neue Schneefälle voraus.

Auf dem Horben bereitet man darauf vor. Alois Waser, der Betreiber des Skilifts auf dem Oberfreiämter Hausberg, schreibt auf seiner Webseite: «Leider hat es noch zu wenig Schnee zum Öffnen des Liftes. Wir haben jedoch mit dem Pistenbully die Piste bearbeitet, damit es gefrieren kann.» So ergebe sich eine gute Unterlage für den kommenden Schnee nächste Woche. Waser bittet die Wintersportler deshalb, das Schlitteln auf der vorbereiteten Piste zu unterlassen.

Sollte es tatsächlich mehr Schnee geben, würde sich auch die Parksituation am Rotberg entschärfen. «Wenn der Skiliftbetrieb aufgenommen werden kann, gilt das Parkverbot nicht mehr», schreiben die Betreiber auf Facebook. Dann könne wie bisher mit Parkaufsicht entlang der Strasse seitlich parkiert werden, kündigen sie an.

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