Schneeräumung
Alle Kantonsstrassen müssen innert vier Stunden schneefrei sein

Der Kanton Aargau versinkt am Mittwochmorgen im Schnee. Die Schneeräumungsarbeiten laufen seit dem frühen Morgen auf Hochtouren. Für schneefreie Strassen sind 70 Mitarbeiter des kantonalen Winterdienstes und 50 Externe rund um die Uhr im Einsatz.

Elia Diehl
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Schneckentempo - das Schreckgespenst auf dem frühmorgendlichen Arbeitsweg. Wegen des Schnees und der schwierigen Strassenverhältnisse lief am Mittwochmorgen alles etwas langsamer. Für viele Automobilisten im Morgenverkehr sind die Strassenzustände die reinste Katastrophe. Doch ist es wirklich so schlimm?

Das kantonale Strassennetz umfasst 1160 Kilometer Kantonsstrassen. Bei heftigen Schneefällen, wie am Mittwochmorgen, müssen die Strassen innert vier Stunden vom Schnee geräumt werden. «Dies schreibt uns der Grosse Rat vor», erklärt Dominik Studer, Leiter der Abteilung Unterhalt im Departement für Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau. Bereits in der Nacht arbeitet der kantonale Winterdienst mit vollem Einsatz für gute Strassenverhältnisse während des Morgenverkehrs.

70 Mitarbeiter arbeiten auf Hochtouren

«Die Ersten waren bereits um 3 Uhr an der Arbeit», fährt Studer fort, insgesamt seien seit dem frühen Morgen zirka siebzig der hundert Mitarbeiter des Kantons im Einsatz. Hält der starke Schneefall an, wird ohne Unterbruch weiter gearbeitet. Mit den eigenen Räumungsfahrzeugen ist die Aufgabe aber nicht zu bewältigen. Dem kantonalen Winterdienst stehen lediglich 15 grosse und 20 kleine Fahrzeuge zur Verfügung.

«Heute sind zusätzlich etwa 50 Externe mit Lastwagen und Traktoren bei den Schneeräumungsarbeiten», sagt Studer. Mit den Fremdunternehmen seien bereits im Oktober bindende Verträge für den winterlichen Bereitschaftsdienst abgeschlossen worden.

Keine Überraschungen, gute Planung

Der Kanton liess sich von den heftigen Schneefällen aber nicht überraschen. Bereits am Dienstagabend sind wegen den Wetterprognosen alle nötigen Vorkehrungen getroffen worden. «Der Kanton ist in acht Zonen unterteilt, jede hat während des Winters zwei Mitarbeiter im Pikettdienst», erklärt Studer. Der Pikettdienst, des für die Zone zuständigen Werkhofs, überprüfe fortlaufend den Zustand der Kantonsstrassen. Stellen die Mitarbeiter eine deutliche Verschlechterung der Strassenzustände fest, werden umgehend Mitarbeiter und Externe auf die Strasse geschickt.

Auf der Heimfahrt finden die Meisten dann eine schneefreie Piste vor. Nun stelle man sich vor, wie es ohne den Einsatz der 120 fleissigen Arbeiter aussehe. Ist es tatsächlich die reinste Katastrophe?