Aargau
AKB steigert Gewinn in erster Jahreshälfte – Entspannung bei Immobilienmarkt

Die Aargauische Kantonalbank (AKB) hat ein positives erstes Halbjahr hinter sich. Der Gewinn stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 3,7 Prozent auf 56,8 Millionen Franken, wie das Geldhaus heute mitteilte.

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Filiale der Aargauischen Kantonalbank in Baden: Das Geldhaus geht auch für das zweite Halbjahr 2014 von tiefen Zinsen aus.

Filiale der Aargauischen Kantonalbank in Baden: Das Geldhaus geht auch für das zweite Halbjahr 2014 von tiefen Zinsen aus.

Emanuel Freudiger

Der Bruttogewinn stieg um 4 Prozent auf 104,4 Millionen Franken. Dieses solide Semesterergebnis zeige, dass die Aargauische Kantonalbank in guter Verfassung sei, liess sich Direktionspräsident Rudolf Dellenbach in der Mitteilung zitieren.

Der Betriebsertrag erhöhte sich um 1,2 Prozent auf insgesamt 187,1 Millionen Franken. Dabei musste die AKB einen Rückgang im weitaus grössten Geschäftszweig, dem Zinsgeschäft, hinnehmen. Allerdings konnte dieser Rückgang mit dem Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sowie mit dem Handelsgeschäft kompensiert werden.

Trotz guter Zahlen blickt das Finanzinstitut verhalten in die Zukunft. «Wir gehen von weiterhin tief bleibenden Zinsen für das zweite Halbjahr 2014 aus», sagte eine AKB-Sprecherin auf Anfrage. «Entsprechend zurückhaltend fällt unsere Gewinnerwartung für das Gesamtjahr 2014 aus.» Die AKB rechnet für das gesamte 2014 mit einem leicht tieferen Ergebnis als im Jahr 2013.

Die Hypothekarzinsen sind nach wie vor sehr tief. «Wir erwarten für 2014 keinen nennenswerten Anstieg», heisst es von der AKB. Im Bereich privater Immobilienfinanzierungen stellt man trotzdem einen leichten Rückgang der Nachfrage fest. «Wir betrachten es als Indiz dafür, dass die Verschärfungen der Vorschriften für den Immobilienkauf bei potenziellen Interessenten von Wohneigentum Wirkung zeigt», so die Sprecherin weiter. «Die Gefahr für die Bildung einer Immobilienblase im Kanton Aargau schätzen wir aus heutiger Optik als sehr gering ein.»

Die AKB ist mit der Aufarbeitung des US-Steuerprogramms in der von ihr gewählten Kategorie 2 auf Kurs. «Die Bearbeitung läuft planmässig gemäss Vorgaben und Zeitplan des DoJ», so die AKB-Sprecherin. (Nik/SDA)

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