Der Gewinn sank um 42,9 Prozent auf 38,3 Mio. Franken. Tiefe Marktpreise und ein reduziertes Finanzergebnis führten zum Rückgang.

Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) ging im Ende September abgeschlossenen Geschäftsjahr um 31 Prozent auf 40,9 Mio. Franken zurück, wie die AEW Energie AG am Donnerstag in Aarau mitteilte.

Das Unternehmen bezeichnete dieses Ergebnis vor dem Hintergrund der anhaltend tiefen Marktpreise im Energiebereich als "solid". Die AEW Energie ist ein eigenständiges Unternehmen des Staates Aargau.

Keine Axpo-Dividende

Einen Taucher musste der Energieversorger beim Finanzergebnis hinnehmen. Dieses sank um 15,2 Mio. auf 3,8 Mio. Franken. Hautgrund ist die ausbleibende Dividende der Axpo Holding AG (im Vorjahr: 10,4 Mio.). Die AEW Energie AG ist zu 14 Prozent Mitbesitzerin der Axpo.

Auch die Aufgabe des Euro-Mindestkurses hatte Folgen: Die Performance der Finanzanlagen verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 5,4 Mio. Franken.

Unter der Position "Diverses" konnte das Unternehmen jedoch eine Verbesserung um 0,6 Mio. Franken gegenüber dem Vorjahr verzeichnen.

Wertberechtigungen auf Kraftwerksanlagen

Die AEW Energie investierte insgesamt 57,9 Mio. Franken in die Netzerneuerung zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit. Weitere 12,7 Mio. Franken wurden in Wärmeprojekte investiert.

Im vergangenen Geschäftsjahr wurden auch Wertberichtigungen von 6,4 Mio. Franken auf den Kraftkwerksanlagen Bremgarten Zufikon und Bruggmühle vorgenommen. Der Grund seien die aktuellen Energiepreise, hiess es.

Der Nettoumsatz aus dem Stromgeschäft sank um 9,1 Prozent auf 349,6 Mio. Franken. Die Stromnachfrage der Netzkunden stieg um 0,6 Prozent auf 4'122 Mio. Kilowattstunden.

Mehr als 20'000 der 90'000 Kunden beziehen ein zertifiziertes Naturstromprodukt. Das Unternehmen versorgt gemeinsam mit kommunalen Partnern im Aargau insgesamt mehr als eine halbe Million Menschen mit Strom.

Der Energieversorger betreibt als Contractor 71 Wärmeverbunde für über 12'5000 Haushalten. Weil ein Grossteil dieser Anlagen auf der Basis von erneuerbarer Energie läuft, wird der Ausstoss von CO2 um 38'660 Tonnen pro Jahr reduziert.

Weniger Geld für Kanton und Gemeinden

Der Kanton und die Gemeinden erhalten insgesamt 39,9 Mio. Franken - 6,9 Mio. Franken weniger als im vergangenen Geschäftsjahr. Der Betrag setzt sich aus Dividenden, Steuern, Konzessions- und Wasserrechtsentschädigungen sowie aus Gebühren zusammen.

Die AEW Energie AG feiert in diesem Jahr das 100-jährige Bestehen. 1916 war das Aargauische Elektrizitätswerk (AEW) gegründet worden.

Der Grosse Rat wandelte die Staatsanstalt auf Antrag des Regierungsrats 1999 in eine Aktiengesellschaft um. Das Unternehmen beschäftigt 292 Mitarbeitende.