Limmattal/Rohrdorferberg
Acht überparteiliche Grossräte wehren sich gegen den Fluglärm

Mit dem neuen Sachplan würde das Gebiet Limmattal und Rohrdorferberg stark unter dem zunehmenden Fluglärm leiden. Allein über Wettingen rechnet man mit über 100 Flügen pro Tag – oder rund 36'000 Flugbewegungen pro Jahr.

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Der Regierungsrat wird beauftragt die Bevölkerung im Aargau, insbesondere in der Region Baden-Wettingen gegen Fluglärm zu schützen.

Der Regierungsrat wird beauftragt die Bevölkerung im Aargau, insbesondere in der Region Baden-Wettingen gegen Fluglärm zu schützen.

KEYSTONE/MARTIAL TREZZINI

Eine Motion von mehreren Grossräten beauftragt den Regierungsrat, die Bevölkerung im Kanton und vor allem in der Region Baden-Wettingen «gegen Fluglärm zu schützen und dementsprechend in der Vernehmlassung zum „Sachplan Infrastruktur Luftfahrt“ (SIL 2) Stellung zu nehmen.»

Unterzeichnet haben diese Marianne Binder-Keller (CVP, Baden), Liliane Studer (EVP, Wettingen), Michael Notter (BDP, Niederrohrdorf), Kim Schweri (Grüne, Baden), Ruth Jo. Scheier (GLP, Wettingen), Josef Bütler (FDP, Spreitenbach), Martin Keller (SVP, Obersiggenthal) und Jürg Caflisch (SP Baden).

Man sei sich bewusst, dass der Aargau einen Anteil zu dem An- und Abflugregime tragen müsse. «Allerdings kann es nicht sein, dass die Abflugroute vom Kanton Zürich in diesem Ausmass nun einfach in den Kanton Aargau verschoben wird», heisst es weiter.

Dieses Szenario würde drohen, weil sich kantonal niemand dagegen wehrte, in der ursprünglichen Südflug-Schneise, bei der rechten Zürichsee-Küste, jedoch schon.

«Die Gemeinden können bis am 8. Dezember beim BVU Stellung zum geplanten Regime nehmen. Der Regierungsrat hat noch keine Stossrichtung festgelegt. Der Bundesrat entscheidet im Juni 2017. Darum ist eine klare Positionierung des Kantons Aargau sehr wichtig.»

Dies findet auch der Grosse Rat. Die Motion wird mit 112:19 Stimmen für dringlich erklärt.