Ständerat
Abtretender FDP-Fraktionschef Heller kritisiert Philipp Müllers Wahltaktik

Der abtretender Aargauer Fraktionschef Daniel Heller will, anders als Philipp Müller, im Ständeratswahlkampf eine Allianz mit der SVP. Denn das Ziel müsse sein, mit Bürgerlichen beide Sitze im Stöckli zu erobern.

Christian Dorer und Mathias Küng
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Daniel Heller und Philipp Müller.

Daniel Heller und Philipp Müller.

Annika Bütschi/Keystone

Die SVP nominiert am Mittwochabend Nationalrat Hansjörg Knecht als Ständeratskandidat. Für die Freisinnigen wird Nationalrat und FDP-SchweizPräsident Philipp Müller antreten – wenn es nach ihm geht, ohne Allianz mit der SVP.

Er sagte nämlich im Frühling in einem az-Interview auf die Frage, ob er den Ständeratssitz allein verteidigen oder zusammen mit dem SVP-Kandidaten Hansjörg Knecht antreten wolle: «Ich kann den Gesprächen nicht vorgreifen. Ich denke aber, dass wir allein antreten werden, weil wir Konkurrenten sind.»

Jetzt bezeichnet der aus dem Aargauer Grossen Rat zurücktretende, langjährige FDP-Fraktionschef Daniel Heller dieses sich abzeichnende Szenario im az-Interview als taktischen Fehler.

So mache sich Philipp Müller zum härtesten Konkurrenten von Hansjörg Knecht und Ruth Humbel, die für die CVP in den Ständeratswahlkampf ziehen wird. Heller: «Die Parole müsste lauten: Wir holen zusammen zwei bürgerliche Ständeratssitze, für eine ungeteilte Standesstimme.»

Eine solche hatten die Bürgerlichen bis 2011. Damals eroberte Pascale Bruderer für die SP zum ersten Mal seit Jahrzehnten wieder einmal einen der beiden begehrten Ständeratssitze.

Heller hofft aber auch, dass es gelingt, mit einer bürgerlichen Allianz von der SVP bis zur GLP den neuen 16. Nationalratssitz ins bürgerliche Lager zu ziehen.

Der az-Kommentar von Mathias Küng zur FDP-Taktik im Ständeratswahlkampf.

Lesen Sie hier das ganze Interview mit Daniel Heller.