Staffelegg

«Absolut realitätsfremd»: ASTAG Sektion Aargau kritisiert Pläne zu Lastwagenverbot

Von einem Lastwagenverbot auf der Staffelegg hält die ASTAG Sektion Aargau nichts. (Symbolbild)

Von einem Lastwagenverbot auf der Staffelegg hält die ASTAG Sektion Aargau nichts. (Symbolbild)

Zwei Vorstössen im Grossen Rat fordern ein Lastwagenverbot auf der Staffelegg ein. Mit den Forderungen nicht einverstanden ist die Sektion Aargau des Schweizerischen Nutzfahrzeugverbands ASTAG.

In ihren jüngsten Vorstössen im Grossen Rat fordern die SP-Grossrätinnen Elisabeth Burgener (Gipf-Oberfrick) und Colette Basler (Zeihen) sowie Werner Müller (CVP) aus Wittnau ein Lastwagenverbot auf der Staffelegg. Auch die drei Gemeindeammänner von Ueken, Herznach und Densbüren würden eine Schliessung der Staffeleggstrasse für den Transit-Lastwagenverkehr begrüssen.

Anders sieht dies nun aber die Sektion Aargau des Schweizerischen Nutzfahrzeugverbands ASTAG. Mit rund 320 aktiven Mitgliedern bildet sie eine der grössten Sektionen der ASTAG Schweiz. In einer heute verschickten Medienmitteilung kritisieren diese die Forderungen scharf. Der Vorstoss sei absolut realitätsfremd und daher entschieden abzulehnen.

«Das Transportgewerbe hat seine Systemrelevanz insbesondere in den letzten Monaten nochmals eindrücklich unter Beweis gestellt!», heisst es in dem Schreiben. «Noch lassen sich Güter nicht per Klick vom Produzenten in die Regale der Grossverteiler oder beispielsweise auf eine Baustelle beamen.»

Verlagerung des Verkehrs auf die Benkenstrasse

Für den Wirtschaftsstandort Schweiz und seine Produktionsbetriebe sei es elementar, auf verlässliche Transportpartner sowie eine moderne Verkehrsinfrastruktur zurückgreifen zu können. Gleichzeitig weist die ASTAG darauf hin, dass das Schweizer Strassennetz, zu erheblichen Teilen durch die LSVA (Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe) und somit durch die Transportbranche finanziert wird.

«Das Transportgewerbe steht so schon in einem harten Wettbewerb. Nicht nur deshalb ist eine Nutzungsbeschränkung der durch die LSVA finanzierten Strasseninfrastruktur für die Transportbranche inakzeptabel», so Stefanie Heimgartner, Nationalrätin, Transportunternehmerin und Vizepräsidentin ASTAG Sektion Aargau.

Laut Medienmitteilung rechnet die ASTAG damit, dass bei einem Verbot auf der Staffeleggstrasse mit einer Verlagerung des Verkehrs auf die Benkenstrasse zu rechnen ist. Gegen einn Erfolg der Forderungen spreche zudem, dass die Vertreter der angrenzenden Gemeinden zu dieser Interpellation nicht vorab einbezogen wurden.

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