Wahlen 2015

Abgewählter SP-Chopard: «Der Rechtsrutsch macht mich nachdenklicher»

Talk Täglich mit az-Chefredaktor Christian Dorer und den Abgewählten Max Chopard (SP Aargau) und Urs Schläfli (CVP Solothurn).

Talk Täglich mit az-Chefredaktor Christian Dorer und den Abgewählten Max Chopard (SP Aargau) und Urs Schläfli (CVP Solothurn).

Die Nationalräte Max Chopard (Aargau) und Urs Schläfli (Solothurn) sind zwei Leidtragende des Rechtsrutsches. Wie sie sich am Tag nach der Abwahl fühlen und ob sie bereits ein Comeback planen, darüber sprechen sie im «TalkTäglich» auf Tele M1.

Sie sind die grossen Verlierer der Wahlen 2015: Der Aargauer SP-Nationalrat Max Chopard und der CVP-Nationalrat Urs Schläfli aus dem Kanton Solothurn wurden am Wahlsonntag abgewählt. Gerade für Chopard, der einzige betroffene Aargauer, kam dieser Entscheid durchaus überraschend und war deshalb umso bitterer. 

Weil die Aargauer SP einen Sitz verliert, wird Max Chopard nach sechs Jahren als Nationalrat und einziger Aargauer abgewählt. "Unter normalen Umständen, hätte es wohl gereicht. Natürlich ist es nicht schön, aber es gibt auch ein Leben neben der Politik", schildert der Obersiggenthaler seine Sicht der Dinge.

Max Chopard, SP: "Es ist eine Enttäuschung - aber jemanden muss es treffen, wenn eine Partei einen Sitz verliert."

Max Chopard am Wahlsonntag: "Es ist eine Enttäuschung - aber jemanden muss es treffen, wenn eine Partei einen Sitz verliert."

Schlimmer findet Chopard hingegen die Tatsache, dass die rechten Parteien deutlich zugelegt haben: "Der massive Rechtsrutsch macht mich zurzeit nachdenklicher." Ob er in den nächsten Wahlen ein Comeback ins Parlament wagt, will der 49-Jährige jedoch noch nicht verraten: "Das ist offen. Ich bin aber ein politischer Mensch. Und die Katze lässt bekanntlich das Mausen nicht", meint Chopard.

Kein Comeback bei Schläfli

Klar ist die Situation hingegen beim Urs Schläfli, der bei den nächsten Parlamentswahlen definitiv nicht mehr antreten wird. Der 52-Jährige aus der Solothurner CVP wurde am Sonntag  nach einer Legislatur wieder abgewählt und hat den Entscheid noch nicht vollständig verdaut: "Die Enttäuschung ist heute noch da. Aber es ist gut, dass ich Trost bekommen habe."

Schläfli zeigt sich dabei auch selbstkritisch, insbesondere auch weil er die mediale Aufmerksamkeit nicht ausschöpfte: "Ich habe die Medien im Wahlkampf nie selbst gesucht. Im Nachhinein muss ich sagen, dass dies ein grosser Fehler von mir war", gibt er zu.

Was die beiden Abgewählten über ihre politische Zukunft, Cédric Wehrmuth und die SVP sagen, sehen Sie in der ganzen Sendung «TalkTäglich»: 

Die ganze Sendung TalkTäglich mit az-Chefredaktor Christian Dorer und den Abgewählten Max Chopard (SP Aargau) und Urs Schläfli (CVP Solothurn)

Die ganze Sendung TalkTäglich mit az-Chefredaktor Christian Dorer und den Abgewählten Max Chopard (SP Aargau) und Urs Schläfli (CVP Solothurn)

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