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Ab 2025 bezugsbereit: So sieht das neue Gebäude der Kantonspolizei aus

In der Aarauer Telli entsteht ab 2022 das neue Polizeigebäude.

In der Aarauer Telli entsteht ab 2022 das neue Polizeigebäude.

Für die Realisierung des Projektes braucht es einen Kredit von rund 65 Millionen Franken.

Im Juli 2025 soll das neue Polizeigebäude in der Telli in Aarau bezugsbereit sein. Auf der Wiese zwischen dem Telli-Hochhaus und dem bestehenden Polizeikommando wird bereits ab Juli 2022 gebaut. So sieht es der Zeitplan vor.

Für die Realisierung des Projektes ist nun ein Verpflichtungskredit für einen einmaligen Bruttoaufwand von 64,9 Millionen Franken erforderlich. Seit gestern Freitag läuft die öffentliche Anhörung. «Das aktuelle Raumangebot im bestehenden Polizeikommando am Standort Telli kann den Raumbedarf nicht mehr decken», schreibt Regierungsrat Urs Hofmann zum Start des Anhörungsverfahrens. Die Kantonspolizei braucht mehr Platz.

Neues Gebäude umfasst Fläche von rund 5500 m2

Diesen soll die Kantonspolizei auch bekommen: Auf einer nutzbaren Fläche von rund 5521 Quadratmetern verteilt auf fünf Etagen werden die umliegenden Standorte der Kantonspolizei wie die Stützpunkte Buchs und Aarau sowie andere ausgelagerte Einheiten der Kriminalpolizei zusammengeführt.

Auch die Kantonale Staatsanwaltschaft, die mit der Kantonspolizei eng zusammenarbeitet, soll ins neue Polizeigebäude einziehen. Für die Kantonspolizei sind 130 und für die Kantonale Staatsanwaltschaft 32 Arbeitsplätze vorgesehen. 178 neue Parkplätze sollen am Standort Telli geschaffen werden. Vorgesehen ist auch eine Ausbildungsinfrastruktur mit Schiess- und Trainingsräumen, ein Laborbereich für die Forensik und ein Dojo-Raum.

Eine 65 Meter lange Passerelle verbindet künftig das bestehende Polizeikommando und das neue Polizeigebäude.

Holz und saubere Energie für die Nachhaltigkeit

Im Bauprojekt für das neue Polizeigebäude soll die Nachhaltigkeit grossgeschrieben werden: Zur Deckung des eigenen Stromverbrauchs für den Neubau werden auf den Dachflächen sowie im Innenhof im Erdgeschoss etwa Fotovoltaikanlagen installiert. Mit dem Anschluss an das Eniwa Fernwärme und -kälte-Netz will man auf Grundwasser als Energieträger zurückgreifen. Wo möglich wird Holz und Recyclingbeton eingesetzt.

Der Projektentwurf stammt von SAM Architekten aus Zürich. In einem Wettbewerb setzte sich ihr Entwurf gegen elf weitere durch.

Kürzere Wege und geteilte Sitzungszimmer

Mit dem neuen Polizeigebäude sollen die Synergien auch effizienter ausgeschöpft werden: «Beispielsweise können Schalter- und Empfangsräume zusammengelegt und die bestehenden Sitzungszimmer ­sowie der Fahrzeugpool betrieblich optimal genutzt werden», steht im Anhörungsbericht. Die Wege zwischen den Organisationen, die zusammenarbeiten, werden kürzer, oder entfallen. Durch die Erweiterung der Ausbildungsstätten könnten mit derselben Anzahl Instruktoren doppelt so viele Polizistinnen und Polizisten geschult werden.

Die öffentliche Anhörung dauert dreieinhalb Monate, bis zum 26. Februar 2021. Danach unterbreitet der Regierungsrat das Projekt dem Grossen Rat. Wenn alles nach Zeitplan läuft, ist zu erwarten, dass dieser über den notwendigen Kredit im August 2021 befindet.

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